| State of the Art | |
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Die Goldenen Nicas werden im ORF Oberösterreich vergeben. |
Fünf international besetzte Fachjurys haben von 19. bis 21. April im
ORF Landesstudio in Linz getagt, um die besten Werke des
Cyberkunst-Wettbewerbes Prix Ars Electronica 2002 zu küren. Vier der sechs
Goldenen Nicas gehen in die USA, und eine nach Kanada. Die Nica des
Jugendwettbewerbs gewann eine Innsbruckerin.
Nica für Monster Die Auszeichnung für die besten Visual Effects streifte Regisseur Pete
Docter für "Monsters Inc." ein. Der Film wurde von Pixar produziert. Docter war
schon als Supervising Animator für Disney's Toy Story
zuständig.
Bei den Oscars gingen die für den besten Trickfilm nominierten Grafiker
übrigens leer aus (dafür bekam Randy Newman für den Song "If I Didn't Have
You" die begehrte Hollywood-Trophäe). "Der Film demonstriert nicht nur
höchste Qualität im Storytelling und in der Animation, sondern beeindruckt
in allen technischen Details wie Modellierung, Licht, Oberflächen und
Rendering", so die Begründung der Ars-Electronica-Jury. Manipulierte CDs Die Musik-Nica geht heuer an Yasunao Tone für sein Projekt "Man'Yo Wounded 2001". Der
seit 1972 in den USA arbeitende Musiker war einer der ersten japanischen
Künstler, der sich an Kompositions-'Events' und Improvisationsmusik aktiv
beteiligte. Yasunao Tone beschäftigt sich seit den frühen 60er Jahren mit
experimentellen Klangwerken. 'Man'Yo Wounded 2001' bringt ein hervorragendes Beispiel Tones
wegweisender Verwendung von manipulierten CDs - eine Technik, an der er
seit Anfang der 80er Jahren arbeitet. Computer improvisieren In der Kategorie "Interaktive Kunst" geht die Goldene Nica an David
Rokeby. Sein Projekt 'n-cha(n)t ist eine interaktive Computerinstallation, in
der sieben Computer Stimmerkennung, freies Assozieren sowie
Spracherzeugung ausführen. Der in der Installation vorhandene Text wird
zur Gänze von den Computern auf Basis von umfangreichen Wissensbasen und
Grammatikregeln improvisiert. FBI-Software im Kunstkontext Über die Goldene Nica für besonders gelungen Net-Vision darf sich RSG freuen. Das Carnivore-Projekt,
das auf einer FBI-Software zur Überwachung des Netzverkehrs basiert,
ermöglicht DesignerInnen und KünstlerInnen eigene Visualisierungen des
Datenflusses in einem Netzwerk. Die Carnivore-Software steht allen, die damit experimentieren wollen,
frei zur Verfügung. Netzwerke der Mächtigen Eine besonders geglückte Datenbankvisualisierung reichte Josh On (Futurefarmers) ein
und gewann damit die Nica für Net Excellence. They Rule versucht,
die Beziehungen zwischen einigen der einflussreichsten wirtschaftlichen
Führungskräfte Amerikas aufzuzeigen, indem dargestellt wird, mit welchen
Firmen sie verbunden sind, und wie diese Firmen von diesen Netzwerken
profitieren könnten. Whiz Kids In der Nachwuchskategorie des Prix Ars, u19 freestyle computing, gewann die Innsbruckerin Karola
Hummer die Goldene Nica. Ihr Projekt "TI-92" ermöglicht mit mathematischen
Funktionen aus der analytischen Geometrie auf dem Taschenrechner zu
zeichnen.
Österreichs größter Jugendwettbewerb für Computer und neue Medien wird
vom ORF Oberösterreich mit Unterstützung des Österreichischen
Kultur-Service als Partner und der Österreichischen Postsparkasse als
Sponsor veranstaltet.
Die Goldenen Nicas Computeranimation / Visual Effects Digital Musics Interaktive Kunst Net Vision Net Excellence cybergeneration - u19 freestyle computing | ||||||