"Ich tu mir schwer, nicht zu sagen, was ich denke." Aber
Edelbert Köb, Direktor des Museums moderner Kunst (Mumok), klang am
Donnerstag bei seiner Antrittspressekonferenz doch eher zurückhaltend. Der
Neubau habe in den ersten vier Monaten seit der Eröffnung "erschütternd"
(Köb) wenige Besucher angezogen: 86.000. Das Haus wird ab 2. April
vier Monate lang umgebaut und bleibt von 20. Mai bis 19. Juni
geschlossen.
Den zusätzlichen Geldbedarf für die nächsten Jahre
bezifferte Köb mit 1,8 Mill. Euro (25 Mill. S), man will sich u. a.
ans Bildungsministerium wenden. Sektionschef Wran hat bereits abgewunken.
Kern der Neugestaltung ist die einem Konzept Heimo Zobernigs folgende
durchgehende Ausstellungshalle im oberen Stockwerk. Die ständige Sammlung
wird reduziert, die Klassische Moderne wird im Museum des 20.
Jahrhunderts gezeigt; ein Konzept mit der Österreichischen Galerie ist in
Arbeit.
Dieser Umbau dürfte 3,6 bis 4,3 Mill. Euro (50 bis 60
Mill. S) kosten. Ausstellungen gelten Antonin Artaud (ab 4. 9., Kuratorin:
Cathrin Pichler, die Schau war zuerst beim Steirischen Herbst geplant),
Zobernig, Jeff Wall. Junger Kunst widmet sich die "Factory". Wolfgang
Drechsler leitet die Sammlung, Rainer Fuchs betreut Ausstellungen.
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