VN Do, 7.2.2002

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Hrdlicka-Ausstellung im Palais Harrach

Wien (VN-RW) Das Kunsthistorische Museum und die Galerie Hilger fungieren als gemeinsamer Veranstalter einer großen Alfred-Hrdlicka-Ausstellung, die in den Räumlichkeiten des Palais Harrach stattfindet und die von Peter Baum, dem Leiter der Neuen Galerie Linz, kuratiert wurde.

Peter Baum standen Werke zur Verfügung, die sich in fünf Wiener Privatsammlungen finden - darunter in jener von Ernst Hilger selbst, der nicht nur seit mehr als zwei Jahrzehnten mit Hrdlicka-Werken handelt, sondern sie auch selbst sammelt. "Ich konnte aus etwa dem Fünffachen an Graphiken und dem Doppelten an Bronzen wählen", sagt Peter Baum, der nur die Steinarbeiten ausklammern musste: "Erstens befinden sich diese nicht in Privatsammlungen, und zweitens hätten sie die Tragfähigkeit des ersten Stocks vermutlich überstrapaziert . . ."

Zu sehen sind nun, in 14 Räumen unterschiedlichster Natur, großzügig arrangiert und immer auf den Charakter des Raums bezogen, an die 200 Hrdlicka-Werke aller Art, darunter eindrucksvolle Großbronzen (wie der "Boxer"), gewaltige Torsi, aber auch viele Kleinbronzen (darunter Darstellungen aus Wagners "Ring des Nibelungen", den Hrdlicka 2001 in Meiningen ausgestattet hat).

Verwandt mit Kokoschka

Ob großformatige Reiter- und Pferdebilder, ob der kleinformatige Pasolini-Zyklus, ob Schubert oder Historisches ("1848"), die aus allen Schaffensperioden des Künstlers stammenden Werke zeigen eine große Einheitlichkeit seiner Formensprache, ein zu sich selbst und seiner Eigenart entschlossener Künstler.

Dass er hierin (und entfernt auch im Stilistischen) Kokoschka verwandt ist, betont die Ausstellung in einem kleinen Kokoschka-Schwerpunkt - Hrdlicka hat nicht nur den Kopf des Künstlers modelliert, sondern auch sich und Kokoschka in einer Graphik als eine Art "siamesischer Zwillinge" gestaltet, zwei Gesichter, ein gemeinsamer Kopf . . . Geöffnet bis 28. Februar.




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