Salzburger Nachrichten am 14. September 2005 - Bereich: KI
NÖ Künstler laden zu "Tagen der offenen Ateliers"

Mehr als 500 bildende Künstler nehmen am 15. und 16. Oktober 2005 an den "NÖ Tagen der offenen Ateliers" teil. Viele von ihnen sind schon am Dienstag zur Auftaktveranstaltung ins Landesmuseum nach St. Pölten gekommen, wo die Programmbroschüre präsentiert wurde. In den vergangenen zwei Jahren waren bei dem Projekt insgesamt 51.000 Besucher und knapp 1.000 Kulturschaffende zu verzeichnen gewesen.

Ateliers seien weder geheimnisvoll noch romantisch, sondern einfach Stätten künstlerischer Arbeit, betonte Carl Aigner, Direktor des Landesmuseums. Josef Schick, Geschäftsführer der Kulturvernetzung, sieht in der Initiative die Chance, Hemmschwellen bei der Kontaktnahme mit Künstlern abzubauen und das regionale Kunstschaffen nachhaltig zu fördern. Das Event wird seit 2003 von der Kulturvernetzung NÖ in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der NÖ Landesregierung organisiert.

Kunst sei dort perfekt zu vermitteln, wo sie entstehe, meinte auch Landesrätin Petra Bohuslav. Die bisherigen Erfolge und das außerordentlich große Interesse der Künstler, am Projekt mitzuwirken, seien klare Argumente dafür, diesen Weg konsequent weiter zu gehen, so Bohuslav.

Diesmal öffnen 365 Ateliers, 112 Galerien und 31 Kunstwerkstätten ihre Tore, um wieder ein Wochenende lang konzentriertes Interesse am vielfältigen Kunstgeschehen in Niederöstereich zu wecken. Die Bandbreite des Angebots reicht dabei von Bildhauerei und Fotografie über Grafik und Design bis zu Malerei und Kunsthandwerk. Besonderheiten wie Skulpturen aus Schrott oder Kreationen aus Edelsteinen sind ebenso zu entdecken wie Bauernmalerei auf Flaschen.

Oft dürfen die Besucher den Künstlern nicht nur über die Schulter schauen, sondern können selbst beim Töpfern, Schnitzen oder Malen Hand anlegen. Einige Teilnehmer offerieren sogar Workshops und Mini-Puppentheater, Musik, Wein, Kaffee und Kuchen.