
Die Ausstellungssaison ist eröffnet. Auch in Admontin der Steiermark
haben bereits die Jahresausstellun-gen und das Museum für
Gegenwartskunst im Benediktinerstift ihre Tore geöffnet. Als besonderes
Glanzlicht präsentiert sich die Schau "Kunst zum Begreifen!"
Die
Schau "Ich fühle was, was du nicht siehst – Kunst zum Begreifen!", aber
auch andere Sonderausstellungen des Stifts laden alle Besucher ein,
ihre traditionellen Hemmschwellen gegenüber Kunst, Kirche und anderen
"Befremdnissen" locker zu überschweben.
Die Schau "Ich fühle was, was du nicht
siehst – Kunst zum Begreifen!", aber auch andere Sonderausstellungen
des Stifts laden alle Besucher ein, ihre traditionellen Hemmschwellen
ge genüber Kunst, Kirche und anderen "Befremdnissen" locker zu
überschweben.
So werden Museumsbesucher etwa darum gebeten, spezielle Kunstwerke
zu berühren. Die eigens für die Admont-Schau angefertigten Kunstwerke
sind nicht nur zum Ansehen da. Hier sagt niemand: "Kommen Sie nicht zu
nahe" oder "Nicht hingreifen!" Im Gegenteil: Die meisten Exponate
werden erst erlebbar, wenn man sie mit allen Sinnen begreift.
Begreifbare, hörbare und riechbare Kunst ist auch für sehbehinderte
oder blinde Besucher barrierefrei zugänglich. Ebenso wird Sehenden die
einmalige Möglichkeit geboten, sich mit verbundenen Augen von blinden
Personen durch den "Unsichtbaren Garten – eine Hör-, Riech- und
Tastinvasion" führen zu lassen. Man lernt dadurch die Welt mit "anderen
Augen" (noch) besser kennen.
Stiftskirche als Erlebnisraum
Historische Bücher, Exponate aus allen Bereichen und Epochen zum
Thema "Wahrnehmung" sowie Stationen in einzelnen Museumsbereichen
verleihen dem Ausstellungsspektrum weitere Farben und Kontraste. Auch
dadurch, dass die Besucher hier durch die eine oder andere unübliche
museale Präsentation irritiert werden. Die Admonter Stiftskirche wird
dabei zu einem außermusealen Erlebnisraum. Die Benediktiner haben in
das Bauwerk "Perspektivenwechsler" eingebaut. Ein Kloster, ein Museum,
eine Kirche können durchaus anders sein, als man es vielleicht erwarten
würde.
Die Künstler der Schau
An der ungewöhnlichen Ausstellung haben folgende Künstler
mitgearbeitet: Thomas Baumann, Heiko Bressnik, Adi Brunner, Johannes
Deutsch, Heribert Friedl, Stefan Gyurko, Maria Hahnenkamp, Tomas Hoke,
Anna Jermolaewa, Martin Kaltner, Michael Kienzer, Brigitte Kowanz,
Werner Reiterer, Lois Renner, Alfred Resch, Constanze Ruhm, Ruth
Schnell, Emil Siemeister und Gustav Troger.
Museum der Gegenwartskunst
Im Museum für Gegenwartskunst erwartet die Besucher bis 24. Juni
eine Personalausstellung von Michael Kienzer, Tobias Pils und Markus
Wilfling. Durch ihre Arbeiten wird der Kunst-Ort zum Begegnungsraum,
der potentiell Wissen und Handlungsbezüge erzeugt.
Benediktinerstift Admont
Kunst zum Begreifen!
Ich fühle was, was du nicht siehst
Bibliothek & Museum des Stifts
täglich 10–17 Uhr, bis 4. November
8911 Admont 1, Tel. 0 36 13/23 12/0, http://www.stiftadmont.at
Mittwoch, 04. April 2007