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Kunstberichte

Kunst im Stift zum Begreifen

Illustration
- In der Admonter Stiftsbibliothek werden die Besucher eingeladen, spezielle Kunstwerke zu berühren.

In der Admonter Stiftsbibliothek werden die Besucher eingeladen, spezielle Kunstwerke zu berühren. (© Reichenfelser/Stift Admont)

Von Anton Silhan

Aufzählung Die Ausstellungssaison ist eröffnet. Auch in Admontin der Steiermark haben bereits die Jahresausstellun-gen und das Museum für Gegenwartskunst im Benediktinerstift ihre Tore geöffnet. Als besonderes Glanzlicht präsentiert sich die Schau "Kunst zum Begreifen!"

Die Schau "Ich fühle was, was du nicht siehst – Kunst zum Begreifen!", aber auch andere Sonderausstellungen des Stifts laden alle Besucher ein, ihre traditionellen Hemmschwellen gegenüber Kunst, Kirche und anderen "Befremdnissen" locker zu überschweben.

Die Schau "Ich fühle was, was du nicht siehst – Kunst zum Begreifen!", aber auch andere Sonderausstellungen des Stifts laden alle Besucher ein, ihre traditionellen Hemmschwellen ge genüber Kunst, Kirche und anderen "Befremdnissen" locker zu überschweben.

So werden Museumsbesucher etwa darum gebeten, spezielle Kunstwerke zu berühren. Die eigens für die Admont-Schau angefertigten Kunstwerke sind nicht nur zum Ansehen da. Hier sagt niemand: "Kommen Sie nicht zu nahe" oder "Nicht hingreifen!" Im Gegenteil: Die meisten Exponate werden erst erlebbar, wenn man sie mit allen Sinnen begreift. Begreifbare, hörbare und riechbare Kunst ist auch für sehbehinderte oder blinde Besucher barrierefrei zugänglich. Ebenso wird Sehenden die einmalige Möglichkeit geboten, sich mit verbundenen Augen von blinden Personen durch den "Unsichtbaren Garten – eine Hör-, Riech- und Tastinvasion" führen zu lassen. Man lernt dadurch die Welt mit "anderen Augen" (noch) besser kennen.

Stiftskirche als Erlebnisraum

Historische Bücher, Exponate aus allen Bereichen und Epochen zum Thema "Wahrnehmung" sowie Stationen in einzelnen Museumsbereichen verleihen dem Ausstellungsspektrum weitere Farben und Kontraste. Auch dadurch, dass die Besucher hier durch die eine oder andere unübliche museale Präsentation irritiert werden. Die Admonter Stiftskirche wird dabei zu einem außermusealen Erlebnisraum. Die Benediktiner haben in das Bauwerk "Perspektivenwechsler" eingebaut. Ein Kloster, ein Museum, eine Kirche können durchaus anders sein, als man es vielleicht erwarten würde.

Die Künstler der Schau

An der ungewöhnlichen Ausstellung haben folgende Künstler mitgearbeitet: Thomas Baumann, Heiko Bressnik, Adi Brunner, Johannes Deutsch, Heribert Friedl, Stefan Gyurko, Maria Hahnenkamp, Tomas Hoke, Anna Jermolaewa, Martin Kaltner, Michael Kienzer, Brigitte Kowanz, Werner Reiterer, Lois Renner, Alfred Resch, Constanze Ruhm, Ruth Schnell, Emil Siemeister und Gustav Troger.

Museum der Gegenwartskunst

Im Museum für Gegenwartskunst erwartet die Besucher bis 24. Juni eine Personalausstellung von Michael Kienzer, Tobias Pils und Markus Wilfling. Durch ihre Arbeiten wird der Kunst-Ort zum Begegnungsraum, der potentiell Wissen und Handlungsbezüge erzeugt.

Benediktinerstift Admont

Kunst zum Begreifen!

Ich fühle was, was du nicht siehst

Bibliothek & Museum des Stifts

täglich 10–17 Uhr, bis 4. November

8911 Admont 1, Tel. 0 36 13/23 12/0, http://www.stiftadmont.at

Mittwoch, 04. April 2007


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