Salzburg (APA) - Acht Jahre nach
Schließung wegen gesundheitsgefährdender Materialien und zwei
Jahre nach Baubeginn ist das neue Gebäude der Kunstuniversität
Mozarteum in Salzburg jetzt fast fertig. Im Juli beginnt die
Übersiedelung der derzeit über die Stadt verstreuten
Kunst-Klassen und am 12. Oktober wird das Haus offiziell
eröffnet. Am 14. Oktober sollen sämtliche Bühnen erstmals
bespielt werden.
Der Rohbau des Hauses ist zur
Hälfte neu, die andere Hälfte stammt noch aus dem alten
Gebäude von Architekt Eugen Wörle. Die von außen so typischen,
schießschartenartigen Fenster sind allerdings zur Gänze
entfernt worden. Architekt Robert Rechenauer hat das
Universitätsgebäude grundsätzlich neu gedacht und umgeplant.
So ist das Haus zum Mirabellplatz hin offen, ein mit
Hitze-abweisendem Glas überdeckter Innenhof ist barrierefrei
zu erreichen, die Terrassen sind für alle Hausbenutzer
zugänglich. Drei Veranstaltungssäle - das Große Studio (300
bis 400 Sitzplätze), das Kleine Studio (120 Sitzplätze) sowie
der freistehende Kammermusiksaal namens "Solitär" (300
Sitzplätze) - sollen den Studenten zu Verfügung stehen und
auch von nicht- universitären Veranstaltern genutzt werden
können. Die Kunsthochschule ist seit 1998 an zehn Stellen der
Stadt wie Einkaufszentren, Geschäftshäusern, aufgelassenen
Möbelhäusern und alten Schulgebäuden untergebracht. Das neue
Haus wird jetzt die gesamte Musikausbildung sowie das Rektorat
beherbergen. Die Verwaltung bleibt allerdings ausgelagert.
Offen ist noch die Bleibe für die darstellenden Künstler: Da
laufen die Verhandlungen mit den Besitzern des ehemaligen
Centralkinos, das sich zu einer bei Schauspielern und Publikum
begehrten Theaterbühne gemausert hat.
APA 13:45
3.05.2006 |