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vom 31.12.2005 - Seite 002
Sex-Plakate: Hickhack um die Förderung

WIEN. Die umstrittenen EU-Plakate sind gestern entfernt worden. Was blieb, ist die Debatte über deren Finanzierung.

Die Enfernung der beiden Sujets mit sexuellem Inhalt sei " auf öffentlichen und politischen Druck" zu Stande gekommen, beklagte gestern der Kurator der Kunstaktion "25 Peaces", Walter Seidl.

Zuvor hatten SP und FP die vom Bund geförderte EU-Aktion heftig kritisiert. Auch Kanzler Wolfgang Schüssel (VP) distanzierte sich von den Plakaten, auf denen etwa nackte Bush-, Chirac- und Queen Elizabeth-Darsteller zu sehen waren. Dafür habe es kein Steuergeld gegeben, ließ Schüssel ausrichten.

An dieser Behauptung erhitzten sich weiter die Gemüter: Denn bei jenen 500.000 Euro für die Kunst-Aktion, die aus dem Kanzleramt gekommen seien, handle es sich nicht um Steuergeld, sondern um Mittel der ÖIAG, so die Kanzler-Sprecherin. Was die ÖIAG ursprünglich dementiert hat, weil es sich dabei um die ohnehin im Budget gelandete Dividende gehandelt habe. Gestern einigte man sich: Das Kanzleramt sei nur "Durchlaufposten" gewesen.


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