25.10.2001 12:38:00 MEZ
Ehemaliger Albertina-Chef Koschatzky erhielt Ehrenring
Auszeichnung für Kunsthistoriker und Grafik-Experten

Der ehemalige Leiter der österreichischen Grafiksammlung Albertina, Walter Koschatzky, wurde am Donnerstag mit dem Ehrenring der Stadt Graz geehrt. Die Auszeichnung wurde dem bekannten Kunsthistoriker und Grafikexperten, der vor 80 Jahren in der steirischen Landeshauptstadt zur Welt kam, "für seine Verdienste um die Kunst, aber auch der Volksbildung" verliehen, hieß es im Rahmen der Festsitzung des Grazer Gemeinderates.

1962 wurde Hofrat Walter Koschatzky Direktor der Grafiksammlung Albertina in Wien und stand ihr 24 Jahre lang vor. In dieser Zeit hat er rund 100 Ausstellungen veranstaltet und so wesentlich zum internationalen Ruf der Sammlung beigetragen. Seine Wurzeln hat der anerkannte Kunsthistoriker in Graz, wo er vor 80 Jahren geboren wurde.

Als Leiter der Grafischen Sammlung Albertina schuf Koschatzky mit Ausstellungen, die den verschiedenen Techniken und Epochen der Grafik gewidmet waren, weiterhin ein verbreitertes und differenziertes Interesse an den grafischen Künsten. Ebenso mit seinen wissenschaftlichen Publikationen wie "Die Kunst der Grafik", "Die Kunst der Zeichnung", "Die Kunst des Aquarells" und "Die Kunst der Fotographie".

Koschatzky ist Träger zahlreicher auch internationaler Auszeichnungen, darunter des Österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse, des großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland, der Ehrenmedaille der Stadt Wien in Gold und des Großen Silbernen Ehrenzeichens der Republik Österreich. (apa/red)




Quelle: © derStandard.at