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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
31. Jänner 2005
16:53 MEZ
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documenta 12
 
documenta 12: Publikum einbinden und nicht nur mit Informationen füttern
Leiter Roger M. Buergel bindet auch 70 Kunstzeitschriften aus aller Welt in Vorbereitung ein: Ziel ist weltweite Diskussion über Hauptthemen

Kassel - Der Leiter der kommenden documenta in Kassel, Roger M. Buergel, will das Publikum in die Entstehung der Weltkunstschau miteinbeziehen. An der Vorbereitung der Ausstellung seien bereits 70 Kunstzeitschriften aus aller Welt beteiligt, sagte Buergel am Montag in Kassel. Themen der documenta 12 im Sommer 2007 seien die Moderne, die menschliche Existenz und die Frage der Bildung. Ein Schwerpunkt sei Kunst aus Osteuropa. Als Vorausblick auf die Schau sei eine documenta-Zeitschrift mit drei Nummern im Frühjahr und Herbst 2006 sowie im Frühjahr 2007 geplant. Besonders werde auf den Ausstellungsort Kassel eingegangen. Die documenta 12 ist vom 16. Juni bis 23. September 2007 geplant.

Weltweite Diskussion über die Hauptthemen

Anders als die Leiter vorangegangener Ausstellungen will der als kompetenter Kunstkritiker und Theoretiker geltende Buergel die Auswahl der documenta-Künstler nicht in kleinem Kreis vornehmen. Der bereits begonnene Austausch mit rund 70 renommierten Kunstzeitungen solle zu einer weltweiten Diskussion über die Hauptthemen der documenta führen. Ziel sei nicht, sich aus allen Ecken der Welt die jeweils aktuelle Kunstszene ins Land zu holen und auszustellen. "Tatsächlich sehen 90 Prozent internationaler Großausstellungen so aus, aber das ist langweilig", sagte er.

Forum für das Publikum

Ohne die Einbindung des Publikums werde es nicht gelingen, gute Kunst nach Kassel zu holen, meinte der aus Berlin stammende und in Wien lebende Buergel, der vor gut einem Jahr zum Leiter der documenta 12 ernannt worden war. Dem Publikum wolle die documenta schon im Vorfeld ein Forum bieten, statt es nur mit Informationen zu füttern. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Buergels Lebensgefährtin Ruth Noack werde das Kasseler Publikum auf die oft unverständliche Kunst vorbereiten. Dabei solle beispielsweise erklärt werden, dass lokale Probleme wie Arbeitslosigkeit auch in der internationalen Kunst eine Rolle spielten. (APA/dpa)


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