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dieStandard.at | Kultur 
10. April 2008
13:41 MESZ
Foto: EVA & ADELE: Transformer-Performer, Alpenmedusa © VBK Wien 2006
EVA & ADELE: Transformer-Performer, Alpenmedusa

Eva & Adele in Linz und Salzburg: Über die Grenzen des Geschlechts hinweg
Das Lentos zeigt mit "Rot" das bildnerische Werk des KünstlerInnenpaares, das Rupertinum mit "Rosa" Fotografien und Videos

Das Berliner KünstlerInnenpaar EVA & ADELE ist seit mehr als 15 Jahren mit seinen Performances bei den Großereignissen der internationalen Kunstwelt zugegen. Ihr Werk ist jedoch mehr als die Selbsterfindung und -inszenierung als Live-Act und als lebendes Kunstwerk.

Das zeigen eine Einzelausstellung im Lentos Kunstmuseum Linz, wo ihr bildnerisches Werk in einem umfassenden Überblick dargestellt wird, sowie die Ausstellung zur frühen Fotografie und Video der beiden im Modernen Rupertinum Salzburg.

Jenseits von Erwartungen und Konventionen

Bei der Auswahl aus dem malerischen Oeuvre in Linz liegt der Schwerpunkt auf Arbeiten der letzten Jahre. Die zentrale Werkgruppe der Ausstellung ist Transformer-Performer (2005-2008): Tiere, Fabelwesen, geflügelte Gestalten, Frauen in fetischisierten Kleidungsstücken, männliche Geschlechtsteile, bezaubernde Objekte- und immer wieder die Kunstfigur EVA & ADELE, die in der Malerie ihre Erweiterung erfährt. Wie die Gestaltung ihres Selbst (ihres Lebens, ihrer äußeren Erscheinung) beruht auch das bildnerische Werk von EVA & ADELE auf einer künstlerischen Strategie der Bildfindung, mit der in aller Konsequenz gesellschaftliche Fragen diskutiert werden – jenseits von Erwartungen und Konventionen.

Dokument der Selbstfindung und Identität

Die Ausstellung im Rupertinum zeigt die frühen Videofilme ihrer ersten gemeinsamen Reise von 1989; es entstand ein poetisches Dokument der Selbstfindung und Identität. Auch werden große Tableaus ihrer in die Tausende gehenden Polaroidporträts gezeigt, die sie jeden Tag von sich aufnehmen.

Tipp

Begleitend zu beiden Ausstellungen erscheint im DuMont Verlag das umfangreiche Katalogbuch ROSA ROT, 144 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen sowie Texten von Sabine Kampmann und Margit Zuckriegl, einem Interview von Nina Kirsch und einem Vorwort von Stella Rollig und Toni Stooss. (red)


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