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derStandard.at | Kultur | Kultur & Politik 
16. Juli 2007
12:32 MESZ
Foto: Secession/Matthias Herrmann

Secession: Neuwahl?
Acht Vorstandsmitglieder zurückgetreten: "Entscheidungsfindung der Präsidentin Barbara Holub demokratiepolitisch nicht vertretbar"

Wien - Die Secession befindet sich in der schwersten Krise seit Jahrzehnten. Mehrere Vorstandsmitglieder folgten dem Beispiel von Eva Schlegel, die vor einigen Tagen, wie der Standard berichtete, zurückgetreten war. Die Konsequenzen haben nun insgesamt acht Mitglieder des 14-köpfigen Gremiums gezogen: Aus dem Vorstand traten auch die beiden Vizepräsidenten Sabine Bitter und Werner Reiterer sowie Christoph Hinterhuber, Johanna Kandl, Ingeborg Strobl, Thomas Baumann und Christian Teckert aus.

Wie in der Secession Entscheidungen gefällt und umgesetzt werden, sei demokratiepolitisch nicht vertretbar, meinen die von Präsidentin Barbara Holub enttäuschten Ex-Vorstandsmitglieder. Konkret wird Holub ein autoritärer Führungsstil vorgeworfen, der nicht im Einklang mit der Künstlervereinigung stehe. Es gebe keine Perspektiven, nach welchen Parametern der Vorstand arbeiten solle.

Die Präsidentin wird gegenwärtig nur mehr von Schriftführerin Anna Meyer, Kassier Martin Walde sowie Nicolas Jasmin, Flora Neuwirth und Rita Vitorelli gestützt. Laut den Statuten muss der Vorstand aber zumindest neun Personen umfassen. Und er ist nur beschlussfähig, wenn bei einer Sitzung zumindest sieben anwesend sind. Laut Meinung der ausgetretenen Vorstandsmitglieder müssen nun in einer Generalversammlung sofort die Weichen für eine Neuwahl gestellt werden.

Fraglich ist, ob die sieben Künstler, die aus Protest gegen die Wahl von Holub im Mai 2006 aus der Vereinigung ausgetreten waren, noch vor der nächsten Wahl wieder aufgenommen werden können. Es handelt sich dabei vor allem um Mitglieder des alten Vorstands rund um Ex-Präsident Matthias Herrmann, der Marko Lulic als seinen Nachfolger empfohlen hatte. (Thomas Trenkler/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16. 7. 2007)


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