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14. Juli 2009
19:50 MESZ
"Mechanische Beschädigungen"
Gipfelgespräch zur weiteren Vorgangsweise

Am Dienstagnachmittag fand in der Albertina ein Gipfelgespräch mit Experten statt. Danach erklärte Burghauptmann Wolfgang Beer in einer Pressekonferenz, dass man bei der Ursachenforschung vier "daumengroße Löcher" in der Isolierschicht des Daches (zwischen der Oberfläche der Bastei und der Decke) gefunden habe. Sie befänden sich in der Nähe der Einlassöffnungen, die in den Beton geschnitten worden waren, um nachträglich den Depot-Roboter installieren zu können.

Beer sprach von "mechanischen Beschädigungen" . Eine Schuldzuweisung aber versagte er sich:Es seien noch weitere Untersuchungen notwendig. Mit elektrischer Energie wolle man nun die "Schleichwege des Wassers" aufspüren. Um Regressforderungen stellen zu können, wurde von der Burghauptmanschaft eine gerichtliche Beweissicherung beantragt.

Das Depot war um das Jahr 2000 gleichzeitig mit dem Studiengebäude errichtet worden - und stand dann leer. Beer verteidigte die Vorgangsweise:Sie hätte eine große Kostenersparnis mit sich gebracht. Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder pflichtete bei: Einlassöffnungen wären generell notwendig gewesen - um etwa den Roboter austauschen zu können.

Alfred Weidinger, der ehemalige Vizedirektor, kritisierte im Gespräch mit dem Standard die Verwendung "billigster Materialien". Sie würden nur 15 Jahre halten. Er warnte davor, "die Löcher zu flicken", wie es der Plan der Burghauptmannschaft sei: Man müsse die Decke neu auftragen. (trenk, DER STANDARD/Printausgabe, 15.07.2009)

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