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In einer Umfrage der "Süddeutschen Zeitung" zogen Beobachter eine
kritische Documenta-Bilanz.
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Tendenziell schlecht kommt die
Documenta11 in einer Umfrage der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe)
weg. Von einer Documenta "ohne Eier" ist die Rede und von "political
correctness-Kitsch". Hier einige Zitate aus der Umfrage:
Enwezor (...) hat einen Kontrapunkt zur Selbstbezogenheit und
Kommerzialität westlicher Kunstmetropolen gesetzt, ohne jedoch auf einen
romantischen Multikulturalismus und Ethnizismus
zurückzufallen." (Julian Nida-Rümelin (SPD),
Kulturstaatsminister)
"Eklektische Weltkunst statt der Repräsentation der wichtigsten
Arbeiten aus fünf Jahren. Der Triumph des politisch Korrekten über die
moralische Indifferenz des Expressiven (...). Keine Documenta mit Eiern,
würde der Texaner sagen." (Roger Willemsen, Publizist)
"Die Documenta11 (...) ist die erste, in der nicht die Kunst,
sondern die Perspektive der Kulturwissenschaften (...)
dominiert." (Peter Weibel, Leiter des Karlsruher Zentrums
für Kunst und Medientechnologie)
"Die Documenta warf mehr Fragen auf, als sie
beantwortete." (Adrian Searle, Kunstkritiker des "Guardian"
in London)
"Der wesentliche Aspekt der Documenta ist meiner Ansicht nach die
tatsächliche Öffnung ins Soziale. Ein großes Problem sehe ich jedoch in
der Präsentation vieler Arbeiten." (Rosemarie Trockel,
Künstlerin)
"Der größtenteils gezeigte 'political correctness'-Kitsch in
Volkshochschulausführung befriedigt höchstens den
Schlenderkulturtourismus." (Christian Boros, Kunstsammler)
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