Verkaufen konnte er noch nichts, gibt Helmut Hartmann offen zu. Dabei sind die Preise moderat und die Kunst, ja, durchaus dekorativ. „Gemeine“ Wildgewächse etwa, die Lotte Fløe Christensen aus Kopenhagen mit Hilfe übergestülpter weißer Papiermanschetten kurzfristig aus ihrer Wiese isoliert und porträtiert hat. Oder Jacky Longstaffs romantischer Blick in die Baumkronen – die Optik kippt, wenn man den Horizont entdeckt, ganz tief, ganz vernebelt.
Emma Wieslander, die am Royal College of Art in London studierte, fasziniert zwar auch ohne Erklärung mit rotgelben Landschaften, hat sich dazu aber einiges überlegt: Auf den Spuren des britischen Landschaftsmalers Constables erkundete sie den idyllischen Blick auf die kultivierte Natur – sie fotografierte dabei durch bunte historische Glasscheiben, die man im 18.Jhdt. für einen abwechslungsreicheren Blick auf die Umgebung an die Veranda schraubte.
Kostet nur etwas über 1000 Euro. Was hält die Kunstkollektoren also ab? „Fotokunst geht einfach schwer“, meint Hartmann. Außerdem: Es ist kein Österreicher dabei, die Galerie ist noch jung – erst ein Jahr alt – und sie ist etwas abgelegen. Trotzdem, einmal vorbeischauen, zumindest. sp
Bis 13.2., Gredlerstr. 2, Wien 2. Di.–Do. 14–18h, Fr. 14–20h, Sa. 10–15 h
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