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Die Kunsthalle Wien zeigt die erste große Kusama-Personale in Europa
seit 1966.
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Überdimensionale Kunststoffobjekte hängen
von der Decke oder liegen im Raum - sie sind dottergelb mit schwarzen
Punkten, knallrot mit weißen Punkten oder weiß mit vielen gelben, blauen,
grünen Punkten. Das Universum der Yayoi Kusama - soviel ist klar - besteht
aus Punkten. Ihre charakteristischen "Polka dots" - die großen Tupfen -
bringt die heute 72 jährige auf den unterschiedlichsten Objekten an.
Wiederentdeckung
Bis 28. April ist der japanischen Pop-Art-Protagonistin, die in den
60er Jahren berühmt und Ende der 80er Jahre wieder entdeckt wurde, eine
Personale gewidmet - die erste große Ausstellung in Europa (nach einer
ersten, kleineren Station in Dijon) seit der Biennale 1966 in Venedig.
Unendliche Weiten
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| Fireflies on the Water, 2000 (Zum Vergrößern
anklicken) | Die Hauptattraktion in der
Kunsthalle sind, neben Fotos, Videos, Dias, Bildern und Kleiderobjekten,
beeindruckende mythische oder witzige Rauminstallationen aus den
vergangenen fünf Jahren mit sich wiederholenden Strukturen und
Spiegelungen. In "Fireflies on the Water" etwa vertausendfachen sich von
der Wand hängende winzige Lichterschnüre in eine schwarze Unendlichkeit
über einem Wasserbassin.
Kugeln zu verkaufen
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| Infinity Mirrored Room, 2000 (Zum Vergrößern
anklicken) | Der "Infinity Mirrored
Room - Love Forever" ist wie der Blick in ein überdimensionales blinkendes
Lichtkaleidoskop, und die leuchtende "Ladder to Heaven" scheint aus einem
Brunnenschacht von der Unterwelt in den Himmel zu führen. Der "Narcissus
Garden" aus verspiegelten Kugeln sorgte allerdings schon 1966 in Venedig
für Aufregung: Damals provozierte Kusama die Kunstwelt, indem sie die
Kugeln für zwei Dollar pro Stück an die Besucher verkaufte.
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| Ladder to Heaven, 2000 (Zum Vergrößern
anklicken) | Yayoi Kusama hat auch für
die aktuelle Ausstellung in der Kunsthalle neue Rauminstallationen
geschaffen, wie "Leiter zum Himmel", die aus dem Unendlichen kommt und ins
Unendliche geht. Sehr zu empfehlen ist außerdem der schöne Buchkatalog zur
Ausstellung mit einer umfangreichen Bilddokumentation (29 Euro/399 S).
Link: Kunsthalle
Wien
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