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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
29.03.2004
17:08 MEZ
Kogler-Installation
Rund 2.350 Quadratmeter Wandfläche wurden von Kogler mit einem bedruckten Kunststoffgewebe ausgekleidet. Die computergenerierten biomorphen Formen bilden einen eindrucksvollen Bildraum. Dank der starken Plastizität der Grafik scheint der Raum eher ausgepolstert als tapeziert zu sein. (APA)

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ÖBB: Bahnhofsoffensive - Grazer Bahnhof
 
Foto: APA/Barbara Gindl
Computergenerierte biomorphe Formen in Schwarz, Grau und Weiß auf rotem Grund wabern an Decke und Wänden des Grazer Bahnhofes.

Grazer Bahnhof bleibt bunt
Peter Koglers Installation bleibt bestehen - Die Grazer Kulturhauptstadtmacher verabschieden sich mit einem "03-Museum"

Graz – Der Versuch der Graz-2003-Macher, die Vermögenswerte zu Geld machen, scheiterten zum Teil: Weder fand sich ein Käufer für die Murinsel von Vito Acconci, noch waren die ÖBB bereit, die Installation von Peter Kogler, der die Bahnhofshalle auskleidete, abzulösen. Die Kulturhauptstadt-GmbH macht nun die beiden Eyecatcher der Stadt zum Geschenk: Sie gehen mit der Liquidation der Organisation Ende April in deren Besitz über. Damit sei der Fortbestand gesichert.

Dennoch werde man, so Finanzchef Manfred Gaulhofer zufrieden, mit einer schwarzen Null abschließen: Die Bilanzen erhielten bereits den uneingeschränkten Prüfungsvermerk der Wirtschaftsprüfer. Dieses Kunststück gelang, obwohl von der öffentlichen Hand 3,3 Millionen Euro weniger als als die anfangs vereinbarten 92 Millionen zur Verfügung gestellt wurden.

Am Wochenende wurde daher noch einmal gefeiert: Als letztes Projekt stellte Vizeintendant Eberhard Schrempf das "03-Museum", eine Schatztruhe mit Erinnerungen vor. Herzstück dieser aufwändig gestalteten Box bilden zwei Hohlspiegel als Symbol für das Projekt Gespiegelte Stadt von Alexander Kada (Idee: Alexandra Riewe): Sie erzeugen Hologramme unter anderem vom Kunsthaus und dem 03-Maskottchen Cosmos, die als Miniaturen beiliegen. Der Subskriptionspreis des Koffer-Museums (mit mehreren DVDs und CDs, 40 Postkarten, dem Programmbuch und einem Orden), von dem exakt 2003 Stück hergestellt wurden, beläuft sich auf 100 Euro. Ab dem 10. April kostet die Box deren 150 Euro.

Und Intendant Wolfgang Lorenz war noch einmal "goschert": Ohne Uhrturmschatten, der abgebaut werden musste, schaue der Schlossberg "schrecklich aus". (trenk/DER STANDARD, Printausgabe, 30.3.2004)


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