Otto-Mauer-Preis für Michael Kienzer
Der mit 150.000 Schilling dotierte Msgr.-Otto-Mauer-Preis für
bildende Kunst geht an den Bildhauer Michael Kienzer. Die
Auszeichnung, die heuer bereits zum 21. Mal vergeben wird, ist jeweils dem
gesamten bisherigen Werk eines Künstlers unter 40 Jahren gewidmet. Die
Preisverleihung durch Christoph Kardinal Schönborn findet am 20. November
in den Festräumen des Erzbischöflichen Palais in Wien statt.
Ausgewählte Arbeiten von Michael Kienzer werden vom 30. November bis
13. Dezember in einer Ausstellung im Jesuitenfoyer (Wien I, Bäckerstraße
18) präsentiert. Kienzer wurde 1962 in Steyr geboren, übersiedelte
bereits 1970 nach Graz und lebt derzeit in Wien. Von 1977 bis 1979
studierte er in der vom Wotruba-Schüler Josef Pillhofer geleiteten
Bildhauer-Klasse an der Grazer Kunstgewerbeschule. Von 1979 bis 1982
hielt sich Kienzer in Berlin auf, wo er u. a. im Kunst- und Kulturzentrum
Kreuzberg tätig war. Im Anschluss setzte er sein Studium an der
Hochschule für angewandte Kunst in Wien bei Bruno Gironcoli fort.
Mitte der 80er Jahre arbeitete er mit Drahtgerüsten, die er mit Gips,
Polyester, Eisen, Beton und ähnlichen Materialien zu organisch anmutenden
Objekten veränderte und dann bemalte. 1985 widmete ihm die Galerie
Peter Pakesch die erste Einzelausstellung. In den folgenden Jahren
wurde der Gebrauch von Teppichen, massiven Stricken und Metalldrähten, die
er zu überdimensionalen Rollen, Knäueln und "Nestern" zusammenrollte,
typisch für die Arbeit des Künstlers. Um 1990 wurde Glas das
Hauptelement in Kienzers plastischer Arbeit. So entstanden aus aneinander
geklebten Scheiben plastische Objekte. "Michael Kienzer lotet durch
die permanente Auseinandersetzung mit bereits bearbeiteten Themen, die
immer wieder aus verschiedenen Blickpunkten wahrgenommen werden, den
Skulpturbegriff neu aus und erweitert ihn", heißt es in der Begründung der
Jury.
Erschienen am: 31.10.2001
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Otto- Mauer- Preis für Michael Kienzer
Von der Annahme des Leidens






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