Josef DabernigKünstler und Filmemacher
Im Profil Mit „Hypercrisis“ zu Gast in Venedig Er arbeitet mit Fotos, Texten, Objekten und Rauminstallationen und zählt seit Jahren zu den wichtigsten Experimentalfilmern Österreichs: Josef Dabernig, geboren 1956 in Kötschach-Mauthen. Der Absolvent der Akademie der Bildenden Künste produziert seit 1994 Filme (z. B. „Wisla“, „Wars“, „Lancia Thema“ „Hotel Roccalba“, „Herna“ oder „excursus on fitness“), war mit seinen Werken unter anderem Gast der renommierten Filmfestivals in Locarno, Oberhausen und Toronto.
Dabernig hat eine eigene Bildsprache ausgebildet: An zumeist ungewöhnlichen, verlassenen oder skurrilen Orten agieren stumme Personen, deren Handlungen Erwartungen wecken, die nicht immer eingelöst werden. Bei den Akteuren vertraut der Filmemacher auf ein eingespieltes Team, zu dem Familienmitglieder, aber auch Freunde und Künstlerkollegen wie Otto Zitko gehören. Die von Dabernig eingesetzten ruhigen Bilder sind präzise gewählt und geschnitten. Wichtig ist auch der Einsatz der Musik, die Bandbreite reicht von Klassik, Pop bis zur Neuen Musik (Olga Neuwirth). In Venedig zeigt Dabernig den 17 Minuten langen Film „Hypercrisis“, der in einem ehemaligen Erholungsheim sowjetischer Filmschaffender im Südkaukasus spielt. Ein selbstbezogenes Personal steht im Kontrast mit den Kreativen und ihren Schaffenskrisen: Eine poetisch-krude Story im faszinierenden Ambiente. Der Musikmix? Von Verdi und der deutschen Gruppe Can. m.b.




















