BAWAG Foundation: Ernst Caramelle (bis 25. November)
Vertreter der Konzeptkunst
Von Brigitte Borchhardt-Birbaumer
Seine Arbeiten sind vorsichtige Interventionen an der Wand,
spielerische Verwendung des Lichts der Sonne auf sich färbenden Karton,
den Kunstbegriff hinterfragende Publikationen. Forschen und Aufzeichnen
von Denkprozessen gehören für den 1952 in Tirol geborenen Ernst Caramelle
zum künstlerischen Alltag. Diese Richtung zeichnete sich bereits
während seines Studiums an der Angewandten in den siebziger Jahren ab; ein
langer Aufenthalt in Amerika bestärkte ihn in der Entscheidung für das
Konzeptuelle. Formal ist er der geometrischen Abstraktion - also
Neo-Geo - nahe stehend, jedoch sind seine Mittel ephemere Techniken: die
Gessopieces an den Wänden des Ausstellungsraumes der BAWAG Foundation sind
schon von den Vernissagebesuchern leicht verwischt worden; das Bleibende
ist nicht seine Welt. Auch die ephemeren Lichtarbeiten auf
sonnenempfindlichem Karton geben zwar den Anschein utopische Räume zu
fixieren (in den angenehmen Farben Beige bis Lila und Grau), sind aber
durch ihre bleibende Lichtempfindlichkeit ebenso schwer fixierbar.
Bekannt wurde Caramelle mit seiner 1979 in New York erschienenen
Publikation "Fourty Found Fakes", in der er die Sammlung der Werke von 40
Künstlern vortäuscht, in dem er gefundenes Fotomaterial aus Zeitungen
kombinierte. Original und Fälschung, Stellvertreterkunst usw. sind dabei
bereits angesprochen worden. Nach der Angewandten (bei Herberth und
Oberhuber) ging Caramelle nach Boston und näherte sich dem Medium Video.
Irritation, Intervention in Richtung Betrachter, "Traum vom Raum",
Verrätselung und Fallenstellen sind die meist doppelbödigen, aber sehr
stillen und verfeinerten "Angriffe" des Künstlers auf die Betrachter.
Seine hochästhetische Veränderung der BAWAG Foundation mit dem Titel
"Image Bank" kann bis 25. November besucht werden.
Erschienen am: 31.10.2001 |
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Überreichung am 20. November
BAWAG Foundation: Ernst Caramelle (bis 25. November)
Historisches Museum: Peter- Sengl- Retrospektive "Schrecklich -
Schön"
Quer durch Galerien
Kupferstichkabine tt der Akademie: Reiner Schiestl
Galerie Johannes Faber: Lartigue und Halsman
Stadthaus Ulm: "Nightscapes - Fotografien der Nacht"
Quer durch Galerien
Quer durch Galerien: Galerie Hummel, Peter Lindner, Galerie
Ariadne








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