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derStandard.at | Kultur | Gedankenjahr | Plakative Erregung 
02. Jänner 2006
16:48 MEZ
Khol verteidigt Aktion: "Aktion hat Zweck erfüllt. Man redet über Europa"
Nationalratspräsident: "Kunst muss provozieren dürfen" - "Hintergründig spielt in beiden Fällen Heuchelei und Populismus die Hauptrolle"

Wien - Nationalratspräsident Andreas Khol (V) verteidigt - anders als seine Parteifreunde Kunststaatssekretär Franz Morak und Außenministerin Ursula Plassnik - die umstrittene EU-Plakataktion. In der "Tiroler Tageszeigung" (Dienstag-Ausgabe) bezeichnet er die vor allem von "Kronen Zeitung", SPÖ und FPÖ betriebene Aufregung um die Nackt-Bilder als "maßlos übertriebene Diskussion und Erregung". Khol sieht sich an die "heillosen" Debatten zu Thomas Bernhard oder Elfriede Jelinek erinnert.

"Egal nun, ob diese Plakate Kunst sind oder nicht - schon die Frage kann ja nicht objektiv beantwortet werden. Aber die Aktion hat ihren Zweck erfüllt. Man redet über Europa. Kunst muss provozieren können und dürfen", sagt Khol. Die Abnahme der Bilder sei unvermeidlich gewesen. Die Aufregung um den "EU-Slip" und um das Schwarzenegger-Stadion hätten ihn erheitert, so der VP-Politiker: "Vordergründig geht es in beiden Fällen um Werte, um Grundwerte sogar. Hintergründig spielt in beiden Fällen Heuchelei und Populismus die Hauptrolle." (APA)


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