Picasso-Bilder im Wert von 50 Mio. Euro gestohlen

28. Februar 2007 | 13:57 | paris
Zwei Gemälde von Pablo Picasso im Schätzwert von zusammen 50 Millionen Euro sind aus der Pariser Wohnung einer Enkelin des Jahrhundert-Künstlers gestohlen worden. Laut Polizei handelt es sich um das mit 60 mal 40 Zentimetern relativ kleine Bild "Maya à la poupée". Das zweite gestohlene Werk ist ein 170 mal 150 Zentimeter großes Porträt der zweiten und letzten Ehefrau des Malers, Jacqueline.

apa/dpa/ag. paris

Zwei Gemälde von Pablo Picasso im Schätzwert von zusammen 50 Millionen Euro sind aus der Pariser Wohnung einer Enkelin des Jahrhundert-Künstlers gestohlen worden. Laut Polizei handelt es sich um das mit 60 mal 40 Zentimetern relativ kleine Bild „Maya à la poupée“. Das zweite gestohlene Werk ist ein 170 mal 150 Zentimeter großes Porträt der zweiten und letzten Ehefrau des Malers, Jacqueline.

Die Bilder wurden in der Nacht zum Dienstag ohne Anzeichen eines Einbruchs aus der Wohnung von Diana Widmaier-Picasso im siebenten Pariser Stadtbezirk entwendet. Die Ermittlungen leitet die auf Banden-Kriminalität spezialisierte Abteilung der Pariser Kripo.

Die Direktorin des Pariser Picasso-Museums, Anne Baldassari, sagte ohne Einzelheiten zu nennen, aus der Wohnung seien mehrere Gemälde und Zeichnungen gestohlen worden. Es handele sich um einen „sehr großen Raub“. Die Polizei bestätigte bis jetzt allerdings nur die Entwendung der beiden oben genannten Bilder.

Der renommierte Kunsthistoriker und Picasso-Spezialist Prof. Werner Spies bezeichnete die gestohlenen Bilder als „wichtige Werke“. In seiner vor etwa zehn Jahren in Stuttgart und Düsseldorf gezeigten Ausstellung „Picasso - Die Welt der Kinder“ habe er auch ein Maya-Gemälde Picassos aus den 1930er Jahren gezeigt, sagte Spies am Mittwoch der dpa. Picassos Geliebte Therese Walter brachte 1935 die Tochter Maya zur Welt, die auf einem der geraubten Bilder mit einer Puppe zu sehen ist.

Von Jacqueline Roque, mit der Picasso von 1961 bis zu seinem Tod 1973 verheiratet war, habe der Künstler zahlreiche Porträts in seinem letzten Lebensjahrzehnt geschaffen, erläuterte der in Frankreich lebende Kunsthistoriker, der bereits mehrere Picasso-Schauen konzipiert hat.

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