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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
04.05.2004
18:58 MEZ
Ars Electronica

... und die Zukunft
 
Foto: APA/Brandstätter
Überreicht werden die Preise im September

"Goldene Nicas" des Prix Ars Electronica vergeben
Ausgezeichnet wurde neben Kunst-Projekten unter anderem auch die Web-Enzyklopädie Wikipedia

Linz - Der "Prix Ars Electronica 2004" ist entschieden: Insgesamt wurden sieben "Goldene Nicas" und 14 Auszeichnungen an innovative Kunstprojekte aus der ganzen Welt vergeben. Mit über 3.300 Einreichungen aus 69 Ländern, zwei neuen Kategorien und der Summe von 130.000 Euro an Preisgeldern zogen die Veranstalter in einer Pressekonferenz am Dienstag eine "erfolgreiche" Bilanz. Generell sei in allen Kategorien ein starker Trend zum Einsatz von Vernetzungs- und Kommunikationstechnologien bemerkbar, so Gerfried Stocker, künstlerischer Leiter der Ars Electronica.

Neue Kategorien

Zu den "traditionellen" Kategorien kamen in diesem Jahr zwei neue dazu: Mit "Digital Communities" widme sich der Prix Ars Electronica verstärkt der gesellschaftlichen Auswirkung von Kunst und Technologie, so die Veranstalter. Je eine "Goldene Nica" erhalten die Projekte "Wikipedia" (Niederlande/Uganda) und "The World Starts with Me" (USA).

Ebenfalls neu ist das Kunst- und Technologiestipendium "the next idea", in der "Nachwuchs-Kreative" aus den Bereichen Medienkunst, Mediendesign und Medientechnologie ihre Konzepte einreichen konnten. Das Gewinnerkonzept "moony" hat es sich zum Ziel gesetzt, eine völlig neue Art von interaktivem räumlichem Interface zu entwickeln - ein ambitioniertes Vorhaben einer Studentengruppe des japanischen Institute of Advanced Media Arts und Sciences.

PreisträgerInnen

In der Kategorie "Interaktive Kunst" gewannen Ben Rubin und Mark Hansen mit "Listening Post", einer Installation, die Botschaften aus dem WorldWideWeb visualisiert, eine "Goldene Nica". In der Sparte "Computeranimation/Visual Effects" konnte Chris Landreth mit "Ryan", einer Dokumentation über einen verarmten Animationskünstler, punkten.

Der Preis in der Kategorie "Net Vision" geht an "Creative Commons" für ihr erfolgreiches Engagement für eine bessere und freiere Handhabung des Urheberrechtes. Und in der Sparte "Digital Musics" wurde Thomas Köner für das Tonwerk "Banlieue du vide" ausgezeichnet.

Jugendkategorie mit nach unten offener Grenze

Die Jugendkategorie "U19 - freestyle computing" verzeichnete eine starke Zunahme von Teilnehmern unter zehn Jahren. "Einreichungen aus Kindergärten stellen keine Seltenheit dar", hieß es in der Pressekonferenz. Gewinner ist Thomas Winkler aus Hartberg in der Steiermark mit "GPS::Tron". Die GPS-Applikation des 19-Jährigen ist eine Adaption des Spieleklassikers "Tron" für Mobiltelefone.

Auch in diesem Jahr wird der Prix Ars Electronica vom Ars Electronica Center gemeinsam mit ORF sowie dem Brucknerhaus und dem O.K Centrum für Gegenwartskunst getragen. Die Preisverleihung findet am 3. September 2004 im Brucknerhaus in Linz statt. (APA)


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