Rahmenshows zur 54. Kunstbiennale in Venedig
Während die Pilgerscharen der Kunstmenschen Richtung Arsenale und Giardini strömen, haben Mittwochabend auch bereits die ersten, kleinen und großen Rahmenshows rund um die 54. Kunstbiennale Venedig in der ganzen Lagune aufgemacht. Zum großen Liebling unter den Eventi Collaterali könnte sich vor allem die panarabische Kunstschau "The Future of a Promise" mausern.
Die Schau wartet mit prominenten Positionen aus dem Nahen Osten auf. Was die ausgewählten Positionen verbinde, sei "die Bereitschaft, sich auf diesen Gedanken des Versprechens einzulassen, der die arabische Welt in den vergangenen Jahren so geprägt hat", so Kuratorin Lina Lazaar gegenüber der APA. Am 17. Dezember 2010 reichte die junge Ausstellungsmacherin und arabische Kunstexpertin bei Sotheby's ihre Pläne ein - kurz vor den großen politischen Umstürzen des neuen Jahres. "Ich hatte wohl eine gute Nase", so Lazaar. Und tatsächlich: Bei vielen der Werke kann man kaum glauben, dass sie nicht als ganz aktuelle Reaktion auf die Ereignisse entstanden sind.
So hat Kader Attia eine Skulptur aus Lautsprechern gebaut, wie sie bei Demos gern benutzt werden, Manal Al-Dowayan aus Saudi Arabien lässt einen ganzen Schwarm weißer Tauben über den Besuchern schweben, der Marokkaner Driss Ouhadahi hat zwei Gemälde schlichtester Symbolik geliefert: Eines zeigt das Muster eines Maschendrahtzaunes, das daneben denselben Zaun, aber mit einem eingerissenen Loch. Einen Ehrenkodex eines "Cowboys" - Hilfsbereitschaft, Toleranz, aber auch Patriotismus - hat Ahmed Mater als Pamphlet durch ein Gewebe aus Patronenhülsen geschrieben. "Erst vor kurzen habe ich bemerkt, dass dies die erste panarabische Ausstellung zeitgenössischer Kunst im Westen ist", so Kuratorin Lazaar, die für Sotheby's ständig steigende Verkaufszahlen in diesem Kunstsegment verzeichnet.















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