Bregenz (VN-cd) Dem Theater, auch dem Amateurtheater, und der
Situation von Künstlerinnen in Vorarlberg wird von Seiten des Landes
im Jahr 2004 verstärkte Aufmerksamkeit gewidmet.
Die Ausgangsbasis ist nicht schlecht, das operative Kulturbudget
für das nächste Jahr konnte nach Angaben von Kulturlandesrat
Hans-Peter Bischof um 3,9 Prozent erhöht werden.
Werden die Gesamtausgaben für Kunst und Kultur betrachtet, so ist
die Steigerungsrate sogar noch höher. In den Gesamtausgaben werden
aber auch die Musikschulen und das Konservatorium berücksichtigt.
Maßnahmen gefruchtet
Kulturpolitische Schwerpunkte will Bischof, so im Gespräch mit
den "VN", im Bereich Theater setzen. Beim zur
Kulturhäuserbetriebsgesellschaft zählenden Landestheater hätten
Rationalisierungsmaßnahmen gefruchtet, man bilanziert ausgeglichen
und wird sich (bei einer entsprechenden Bezuschussung des
mitwirkenden Symphonieorchesters) auch eine Opernproduktion im
Festspielhaus leisten können.
Das Budget für die freie Theaterszene wird von 450.000 auf
480.000 Euro erhöht, ein Sonderposten wird für ein
Amateurtheaterfestival geschaffen. "Gerade was das Theater betrifft,
weisen die Zahlen ab 1995 enorme Steigerungen auf", betont der
Landesrat, der aber überzeugt ist, dass Qualität gefördert und
Qualität ermöglicht wurde.
Neue Ateliers
Unterstützung des Landes erfährt auch ein Künstlerinnenprojekt,
das nun, nachdem die nicht gerade erquickliche Situation in
Vorarlberg erhoben wurde, breit diskutiert wird. Der Nachwuchs soll
2004 auch stärker zum Zug kommen, wobei der letztjährige
Schwerpunkt, so Bischof, nicht ad acta gelegt wird. Man richtete das
Augenmerk auf den Künstleraustausch. Einige Projekte wurden
verwirklicht, einige werden noch folgen. Nach Schließung des
Ateliers in Pyrgi (Griechenland) könnte ein "Ersatz" installiert
werden.