Salzburger Woche am 11. Mai 2006 - Bereich: Pinzgauer Nachrichten
Zeichnungen zu Philosophie

Werke der international anerkannten Künstlerin Maria Bußmann sind ab Samstag, dem 13. Mai, in der Kunsthalle des Nexus zu bestaunen.

Saalfelden. Seit Jahren beschäftigt sich die 1966 in Würzburg geborene Maria Bußmann sowohl mit Zeichnungen, als auch mit Philosophie. Die in der Kunsthalle des Nexus gezeigte Ausstellung ist den drei großen Zeichenzyklen Bußmanns zu philosophischen Texten gewidmet. Zum ersten Mal werden diese nun gemeinsam gezeigt.

Die bildende Künstlerin internationalen Ranges beschäftigte sich mit dem "Tractatus logico-philosophicus" des österreichischen Sprachphilosophen Ludwig Wittgenstein - inhaltlich die größte Herausforderung im Rahmen der Auseinandersetzung mit Philosophie. Mit der "Ethik" des Franzosen Baruch de Spinoza - in seinem Werk ist es vor allem die Affektenlehre, die Befindlichkeit der menschlichen Natur, die in Bußmanns Werken zeichnerisch ihren Ausdruck findet. Die jüngste, 2004 fertig gestellte Serie hat ein Werk des französischen Philosophen Maurice Merleau-Ponty ("Le Visible et L'Invisible" - Das Sichtbare und das Unsichtbare) zum Inhalt. Ergebnisse dieser drei großen Schaffensphasen Maria Bußmanns sind ab Samstag, dem 13. Mai, bis Samstag, dem 10. Juni, Donnerstags bis Samstags von 17 bis 20 Uhr, bei Veranstaltungen sowie nach telefonischer Vereinbarung, zu sehen. Worum es in allen Blättern geht, kann als Versuch gesehen werden, Gedanken zu zeichnen. Die Komplexität dieses Ansatzes führt zu zauberhaft filigranen, neuartigen Bildfindungen.

Vernissage am Freitag, dem 12. Mai, 20 Uhr Offiziell eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, dem 12. Mai, um 20 Uhr durch Universitätsprofessor Burghart Schmidt und den Kurator der Kunsthalle Saalfelden, Christoph Feichtinger.