Nach Abwahlantrag in Akademie der bildenden Künste:
Schmidt-Wulffen bleibt Rektor
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Bleibt an der Spitze: Rektor Stephan Schmidt-Wulffen. APA
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Die Meuterei auf der Akademie der bildenden Künste Wien ist
niedergeschlagen: Ein Antrag auf Abwahl von Rektor Stephan
Schmidt-Wulffen wurde am Donnerstag vom Universitätsrat des Hauses
einstimmig abgelehnt.
"Ich bin froh, dass meine Arbeit nicht mittendrin unterbrochen
wird", erklärte Schmidt-Wulffen nach der Sitzung des Rates gegenüber
der "Wiener Zeitung". Zugleich unterschätze er aber nicht die
Schwierigkeiten, die bei der Umsetzung seines Reformkurses auf ihn
zukämen.
Gegen letzteren hatte der Universitätssenat protestiert – und wegen
"begründetem Vertrauensverlust" einen Abwahlantrag gestellt.
Geschlossen wurde dieser vom Universitätsrat des Hauses abgelehnt, der
auch den Entwicklungsplan Schmidt-Wulffens beschlossen hatte.
"Ich sehe keinen Anlass, an dem Plan zu zweifeln", meinte der Rektor
nun weiterhin. An Eckpunkten wie der Einführung des
Bakkalaureat-Studiums sei nicht zu rütteln, auch die Auflassung des
Studiums "Textiles Gestalten" beschlossene Sache. "Ich habe aber immer
gesagt, dass einzelne Aspekte korrigiert werden können", relativierte
er. So werde etwa über den strittigen Plan, das Kupferstichkabinett in
die Albertina zu verlegen, noch diskutiert.
Schmidt-Wulffen hofft, "mit dem Senat wieder ins Gespräch zu
kommen". Hatte er für den Fall seiner Bestätigung jüngst Rücktritte im
Gre mium gefordert, sprach er nun von einer "Frage des politischen
Stils, Verantwortung zu übernehmen". Die Entscheidung darüber sei
"jedem Einzelnen anheimgegeben" . irr
Freitag, 15. Juli 2005