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Was heute zum "Kunstkanon" zähle, sei zu seiner Zeit neu,
irritierend oder nur schwer verständlich gewesen, so Klestil,
"Wir müssen daher heute danach trachten, der zeitgenössischen
Kunst die Möglichkeit zu bieten, sich optimal zu entfalten".
Freilich gehe es nicht darum, das Neue als solches schon für
prinzipiell besser und förderungswürdiger zu halten als
arrivierte Kunst oder Künstler. Und weiters sagte der
Bundespräsident: "Althergebrachtes und Tradition nicht zu
verleugnen und Neues zuzulassen und zu fördern, das ist der
Weg, den es zu gehen gilt. Und Linz ist ein gutes Beispiel
dafür".
Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (V)
bezeichnete die Eröffnung des Lentos als großen Tag für die
Kunst in Linz, in Oberösterreich und angesichts der
bevorstehenden EU-Erweiterung für die gesamte Kulturregion
Mitteleuropas.
Das neue Linzer Kunstmuseum "Lentos" löst die bisherige
"Neue Galerie" der Stadt Linz ab. Die Pläne für das "Lentos"
stammen vom Schweizer Architekturbüro Weber + Hofer AG, das
aus einem Wettbewerb unter 219 Architekten als Sieger
hervorgegangen ist. Eine architektonische Besonderheit, die
das "Lentos" durchaus zu einem weiteren Wahrzeichen der
oberösterreichischen Landeshauptstadt werden lassen könnte,
ist die gläserne "Umhüllung" des 130 Meter langen Bauwerks.
Das "Lentos" umfasst eine Gesamt-Nutzfläche von 8.000
Quadratmetern, im Vergleich dazu standen in der alten "Neuen
Galerie" nur rund 3.600 Quadratmeter zur Verfügung. (Schluss)
ik
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