Die Malerin zähle zu den wichtigsten, weltweit renommierten Künstlerinnen, die in den vergangenen 20 Jahren wesentliche Impulse im internationalen Kunstgeschehen gesetzt hätten, hieß es weiter. In ihrem Schaffen habe sich Dumas immer wieder den "Grundbedingungen des Menschlichen" wie Sexualität, Geburt, Tod und Geschlechterverhältnis gewidmet. Seit 1979 hatte sie Ausstellungen in aller Welt. Unter anderem gestaltete sie 1995 den niederländischen Pavillon auf der Biennale in Venedig, nahm neben der Documenta auch an Biennalen in Sao Paulo und Johannesburg teil. Im Jahr 2001 widmete ihr das Centre Pompidou in Paris eine Retrospektive, die anschließend in New York zu sehen war.
Vor allem wegen ihrer Ablehnung der Apartheid-Politik sei sie aus Südafrika weggegangen, erklärte ein Sprecher der Stadt. Obwohl Apartheid nie zum Hauptthema ihrer Arbeit geworden sei, habe sich die Künstlerin sehr früh und sehr deutlich auch mit dem Konflikt zwischen Schwarz und Weiß auseinandergesetzt.
Die Verleihung des zu den höchstdotierten Kulturauszeichnungen in Deutschland gehörenden Preises ist nach Angaben der Stadt Düsseldorf für den Herbst geplant. Er wird an Künstler verliehen, deren Werk richtungweisend für die Entwicklung der Gegenwartskunst ist.(APA/dpa)