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derStandard.at | Newsroom | Kultur | Bildende Kunst 
16. März 2009
16:38 MEZ

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http://www.tefaf.com

 
Millionen-Verkäufe bei weniger Besuchern
Werke von Rubens, Basquiat und Kandinsky erzielten hohe Preise

Maastricht - Erste Millionen-Geschäfte melden Galeristen nach dem Eröffnungs-Wochenende der Europäischen Kunstmesse (TEFAF) in Maastricht. Auffallend seien "starke Verkäufe, besonders im oberen Preissegment", sagte eine TEFAF-Sprecherin am Montag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Dies spreche vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise für eine von vielen Kunsthändlern erwartete "Flucht in die Sachwerte". An den ersten drei Messetagen seien bis Sonntagabend mit knapp 30.000 Besuchern etwa 9 Prozent weniger Gäste gezählt worden, jedoch habe die Zahl der frühen Verkäufe eher zugenommen.

Kunst als Währung

Schon vor Eröffnung der Messe, die zu den weltweit wichtigsten Kunsthandelsplätzen gehört, hatten internationale Händler von der "Kunst als neuer Währung" in Krisenzeiten gesprochen, wenn Bedeutung, Qualität und Provenienz des Stückes gesichert sei. So ging etwa das "Porträt eines jungen Mannes" (um 1610) von Peter Paul Rubens für knapp unter 5 Millionen Euro an einen europäischen Privatsammler. Ein Londoner Kunstliebhaber ließ sich "Untitled/The Black Athlete" (1982) des US-Malers Jean-Michel Basquiat stolze 3,5 Millionen Euro kosten. Eine Arbeit auf Papier Wassily Kandinskys aus den 20er Jahren wechselte für 1,2 Millionen Euro den Besitzer.

Japanische Lackkästen

Das Amsterdamer Rijksmuseum, das Gemeentemuseum aus Den Haag sowie ein Museum aus Peking erwarben einen japanischen Lackkasten, eine chinesische Schale und einen Goldpokal auf der Maastrichter Messe. Eine winzige, fast 3000 Jahre alte und dennoch verblüffend "moderne" Bronzefigur aus Sardinien ging für 120.000 Euro an einen deutschen Antiken-Sammler.

Die TEFAF ist bis zum kommenden Sonntag auf dem Messegelände von Maastricht eröffnet. Insgesamt werden etwa 70.000 Besucher erwartet. (APA/dpa)

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