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24.9.2003
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Mit 20 Tonnen Vaseline
Anish
Kapoor im Kunsthaus Bregenz und in der Feldkircher Johanneskirche
Bregenz, Feldkirch (VNcd) 20 Tonnen Vaseline für das Kunsthaus
Bregenz und eine riesige Spiegelschale für die Johanneskirche - das
sind die Vorboten von zwei Ausstellungsprojekten des britischen
Künstlers Anish Kapoor.
Einen der berühmtesten Skulpteure - und einen, der sich zudem
äußerst rar macht - an Land zu ziehen, war ein besonderes Anliegen
von Kunsthausdirektor Eckhard Schneider. Abgesehen von der ersten
großen Ausstellung in Österreich, die der aus Indien stammende Brite
im Kunsthaus Bregenz realisiert, konnte ihn auch die Kuratorin Eva
Jakob für ihre Projekte in der Feldkircher Johanneskirche gewinnen.
Dort platzierte Kapoor eine riesige Spiegelschale, die die Außenwelt
in den Kirchenraum holt und das Publikum mit hinterfragbaren
Sichtweisen konfrontiert. Um Farbe und Raum geht es auch im
Kunsthaus Bregenz, wobei im obersten Stockwerk eine eigens für den
Raum konzipierte Arbeit aus Vaseline entsteht.
Während Kapoor in der Tate Modern in London mit seiner
trichterförmigen, riesigen PVC-Skulptur "Marsyas" stringent auf die
Architektur reagierte und zugleich auf die Antike Bezug nahm, werden
in Bregenz mit den 20 Tonnen rot eingefärbtem Vaseline die Themen
Malerei, Architektur, Bildhauerei, Chaos, Ordnung und Wahrnehmung
gleichermaßen berührt.
Die Ausstellung
wird im Kunsthaus Bregenz am 26. September, 20 Uhr, eröffnet und ist
bis 16. November zu sehen. www.kunsthaus-bregenz.at. Die Ausstellung
in der Johanneskirche in Feldkirch wird am 26. September, 18 Uhr,
eröffnet und ist ebenfalls bis 16. November zu sehen. Öffnungszeiten
Kunsthaus: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr, Donnerstag, 10 bis
21 Uhr; Johanneskirche: Dienstag bis Freitag, 10 bis 12 und 13 bis
18 Uhr, Donnerstag, 10 bis 12 und 13 bis 21 Uhr, Samstag, 9 bis 16
Uhr.
Weltweit ausgestellt
Der 1954 in Bombay geborene Anish Kapoor zählt zu den
prominentesten Vertretern der British Sculpture.
Seit den frühen 70 er-Jahren wurde sein vielfach prämiertes Werk
weltweit ausgestellt. 1990 vertrat Anish Kapoor auf der Biennale von
Venedig Großbritannien und erhielt den begehrten Preis der Jury.
1991 wurde ihm der renommierte Turner-Preis verliehen. Einer der
Höhepunkte der documenta IX (1992) war Kapoors Raum "Descent into
Limbo": In der Mitte eines Kubus öffnete sich ein schwarzes Loch von
scheinbar unendlicher Tiefe in den Erdboden.
Meine
Erwartungen waren hoch aber sie sind von Kapoor noch übertroffen
worden.
KURATORIN EVA JAKOB
Der Rundgang
beginnt mit einem Wechselspiel von Farbe und Raum. (Fotos:
VN/Hofmeister)
Im Kunsthaus
Bregenz entsteht eine Skulptur aus Vaseline.
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