Insgesamt rund 550 Künstler und Künstlerinnen
aus aller Welt sind beim diesjährigen Festival Ars Electronica beteiligt.
Die Oberösterreicher sind dabei überaus stark vertreten.
VON SILVIA NAGL
Eine Fülle an Projekten, Performances, Ausstellungen, Symposien,
Workshops, Diskussionen ¼ Das Festival ist heuer auf der Suche nach der
Einfachheit in einer immer komplizierter werdenden (Technologie-)Welt.
Im Bereich der Künstlerschaft sind zahlreiche Oberösterreicher dabei.
Zu den Höhepunkten des diesjährigen Festivals zählt sicher die
Konzertnacht "some sounds and some fury" (3. 9., 19.30 bis 23.30 Uhr,
Lentos, Brucknerhaus, Donaupark). Das Linzer BrucknerOrchester unter
Dennis Russell Davies und mit Maki Namekawa am Klavier vermittelt zwischen
den Welten akustischer Instrumente und elektronischer / digitaler Klänge.
Zu jedem Musikstück gestalten Linzer Künstler - Jörn Ebner und die Gruppe
1nOut - eine digitale Visualisierung.
Nochmals Dennis Russell Davies: Er dirigiert am 10. September im
Brucknerhaus beim Eröffnungskonzert des Brucknerfestes Strawinskys "Le
Sacre du Printemps": als klassische Klangwolke in den Donaupark
übertragen. Nach "Rheingold" und Mahlers Sinfonie Nr. 2 gibt es nun eine
Fortsetzung der Kooperation zwischen Ars und Brucknerhaus. Der aus Linz
stammende Medienkünstler Klaus Obermaier ist mit Unterstützung des
AEC-Futurelab für die Visualisierung zuständig. Bereits am 5. September ab
18.30 Uhr gibt es im Brucknerhaus eine Einführung mit Teilen dieses höchst
interessanten Projektes zu sehen und zu hören.
Das Festival wird immer mehr in den öffentlichen Raum verlagert. So
werden auch diejenigen, deren Interesse an diesem Festival eher gering
ist, kaum an dem weltweit beachteten Ereignis vorbeigehen können. Auf dem
Linzer Hauptplatz beispielsweise am 1. September beim "moonride" der
österreichischen Gruppe Assocreation. Und "Mobile City" bringt Projekte in
die Arkade, in das Stadtzentrum und auf den Schlossberg.
Die Linzer Stadtwerkstatt ist auch heuer wieder Ort für die
allabendliche Nightline, dem Treffpunkt für Gäste und Festival-Besucher.
Das O.K ist Schauplatz für die CyberArts-Ausstellung mit interaktiven
Beispielen aus dem Prix Ars Electronica. Im Theater Phönix gibt es das in
Kooperation mit dem AEC-Fu-tureLab entstandene Theaterstück "Die
elektrische Großmutter" von Autor Franz Schwabeneder zu sehen. Die
Kunstuni präsentiert Arbeiten von "Interface Culture"-Studierenden .