In Helgi Thorgils Fridjonssons Werken finden sich Motive wie Fische, Meerestiere oder Schlittenhunde. Kühl und sachlich vermittelt Fridjonsson jene nordländisch-klare Atmosphäre, die ihm zu Ausstellungen in Italien, Deutschland oder Amerika und damit - als einzigem der Künstler-Gäste aus Island - zu partiellem wirtschaftlichem Erfolg verholfen hat. Auch Aron Reyr Sverrisson hat sich der Sachlichkeit verschrieben, seine architektonisch konstruierten Kombinationen aus Innenräumen und Landschaften gehören zu den formal interessantesten Ausstellungsteilen.
Stilvielfalt
Birgir Snäbjörn Birgissons Bilder sind Kritik am Schönheitskult. In hellen, ruhigen Farben, die er selbst als optisches Flüstern bezeichnet, hat er sämtliche Miss Worlds porträtiert. David Örn Halldorsson ist ein junger Wilder, der in prall-bunter, fast lateinamerikanischer Farbenpracht schwelgt und patchworkartige Ornamente mit Titeln wie "drumsolo" präsentiert.
Thorri Hringsson wiederum versucht seine Wohlstandskritik mit einer Mischung aus akkurat gemalten Lebensmitteln und Comicfiguren auszudrücken, während Gudmundur Thoroddsen als lupenreiner Popkünstler bezeichnet werden kann. Seine Gespenster, Muskelmänner, Rodeo-Reiter und Eichhörnchen sind samt und sonders mit einem rosa Zuckerguss überzogen. Ragnar Kjartanssons schließlich ist ein Grenzgänger zwischen bildender Kunst und Performance. (APA)