"Was hier passiert, ist live"

27. Mai 2010, 19:16
  • Artikelbild: 140 Quadratmeter Ausstellungsfläche und unter dem Giebel ein kleines Büro: Kunstraum am Schauplatz - Foto: k-r-a-s

    140 Quadratmeter Ausstellungsfläche und unter dem Giebel ein kleines Büro: Kunstraum am Schauplatz


Kunst und Leben ist das Motto im Kunstraum am Schauplatz - ein Offspace, der in eine eher galeristische Zukunft aufbricht

Wien - In einem kleinen Hinterhaus von 1860 im Hof der Praterstraße 42 ist heute die Kunst zu Hause: Die ehemaligen Stallungen hatte die Familie von Lukas Willmann zuletzt als Lager verwendet; aber seit April 2008 finden auf den großzügigen 140 Quadratmetern, die ihren ursprünglichen Charakter erhalten haben, regelmäßig Ausstellungen statt. Calamari Union titelte die erste Schau, die Arbeiten u. a. von Karine Fauchard und Lazar Lyutakov zeigte. Zu Ende gegangen ist jüngst eine Ausstellungen (Status Quo) mit Studierenden der Daniel-Richter-Klasse der Akademie.

  • MEHR ZUM THEMA
  • Familie:Günstige Angebote von NIKI. Jetzt buchen
  • Berlin:Um 59 € hin & retour – www.austrian.com

"Es geht nicht ums Kunstanschauen allein, sondern ums Erleben", erzählt Lukas Willmann, während bei der Finissage im Hof die Würstel auf dem Grill brutzeln, Gäste und Künstler plaudern oder durch die Ausstellung flanieren. Es gehe darum, Leute zusammenzubringen, und um das Spinnen lokaler wie internationaler Netzwerke. Denn direkt am Schauplatz bedeute, dass das, "was hier passiert, live ist", also lebendig.

Den Kunstraum selbst sieht Willmann, der fünf Jahre in Berlin lebte und damals im Mode- und Marketingbereich tätig war, als eine Mischung zwischen Offspace und Kunstraum, unabhängig und abseits vom "Wiener Klüngel" und mit einer langfristigen Vision: Bisher noch "altruistisches" Projekt, ist es jedoch sein engagiertes Ansinnen, mit dem Kunstraum am Schauplatz eine immer professionellere galeristische Linie zu verfolgen. Er hat begonnen, Portfolios anzulegen; auch der direkte Verkauf bahne sich an: "Ich habe bereits jetzt das Gefühl, die Künstler zu vertreten." Es gelte, gemeinsam groß zu werden. (Anne Katrin Feßler / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28.5.2010)

 

Kunstraum am Schauplatz, Praterstraße 42, 1020 Wien

druckenweitersagen:
posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.