| Salzburger Nachrichten am 3. Jänner 2006 - Bereich: Kultur
Der Regisseur als Fotokünstler
ST. PÖLTEN (SN, APA). Weltruhm hat der gebürtige St. Pöltner
Schauspieler und Regisseur Bernhard Wicki (1919-2000) mit seinem Film "Die
Brücke" (1959) erlangt. Weniger bekannt sind Wickis Fotoarbeiten aus den
50er Jahren. Das NÖ Landesmuseum zeigt anlässlich Wickis fünften
Todestages am 5. Jänner rund 80 seiner Originalfotografien (zu sehen von
20. Jänner bis 12. März 2006). Die Ausstellung in Kooperation mit der Pinakothek der Moderne München
werde danach von zahlreichen Institutionen weltweit übernommen, heißt es
in einer Aussendung des Landesmuseums. Die Fotografie entdeckte Wicki auf der "Weltausstellung der Fotografie"
in Luzern 1952. In den folgenden zehn Jahren fotografierte er "wie ein
Besessener" auf Reisen durch Europa und Nordafrika ebenso wie an seinem
Wohnort München. Während Dreharbeiten fotografierte Wicki auch Künstlerkollegen wie Romy
Schneider, Horst Buchholz und Maria Schell oder Schriftsteller wie
Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch. Sein fotografischer Stil wurde vom
neorealistischen Film geprägt, Wicki veröffentlichte in Magazinen wie
"Magnum". |