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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
25. Oktober 2007
15:39 MESZ
"Der Hingucker schlechthin"
Kassel kauft drei Kunstwerke der documenta 12

Kassel - Die Arbeit "Dream" des documenta-Künstlers Romouald Hazoumé aus Benin wird schon bald wieder in Kassel zu sehen sein. Die Ankaufskommission der hessischen Stadt will das Werk des Afrikaners - ein aus alten Plastikkanistern und Glasflaschen bestehendes Flüchtlingsboot - für die Sammlung der Kasseler "Neuen Galerie" erwerben. Das Boot war während der documenta 12 im Aue-Pavillon ausgestellt und gehörte zu den am meisten diskutierten Kunstwerken.

Hazoumés Boot, das der Künstler vor einer bunten Fototapete mit Strandmotiv präsentiert hatte, sei von hoher Ästhetik und zeige, was afrikanische Flüchtlinge auf sich nähmen, um nach Europa zu kommen, begründete Kassels Bürgermeister Thomas-Erik Junge den Ankauf. Die drei ausgewählten Werke stünden symbolisch für den politischen und globalen Charakter der documenta 12, die am 23. September endete, sagte Eissenhauer. "Vom ersten Tag an war das Boot der Hingucker schlechthin", so Michael Eissenhauer, Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel.

Wie der Bürgermeister und der Museumsleiter am Mittwoch mitteilten, werden darüber hinaus zwei weitere Werke von documenta-12-Künstlern gekauft. Es handelt sich um die Videoarbeit des Nigerianers George Osodi "Oil Rich Niger Delta" sowie vier Stühle des Chinesen Ai Weiwei. Sie waren Teil des spektakulären Projekts "Fairytale - 1001 Chairs". Insgesamt zahlen die Stadt Kassel und das Land Hessen rund 355.000 Euro für die drei Kunstwerke, die die Sammlung moderner Kunst in der "Neuen Galerie" bereichern sollen. (APA/dpa)


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