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Wiener Akademie: Eva Blimlinger neue Rektorin

20. April 2011, 17:26
  • Artikelbild: Überzeugendes Konzept: Eva Blimlinger. - Foto: Standard/ Urban

    Überzeugendes Konzept: Eva Blimlinger.


Historikerin setzte sich gegen Martin Fritz und Felicitas Thun-Hohenstein durch

Wien – Der Universitätsrat der Akademie der bildenden Künste wählte am Mittwochnachmittag Eva Blimlinger zur Rektorin. Die 49-jährige Wienerin folgt im Oktober auf Stephan Schmidt-Wulffen, der nach neun Jahren als Rektor am Schillerplatz die New Design University in St. Pölten leiten wird. Blimlinger, die einen Vierjahresvertrag erhalten wird, war vom Senat in dessen Dreiervorschlag erstgereiht worden. Die anderen beiden Kandidaten waren die an der Akademie lehrende Kunsthistorikerin Felicitas Thun-Hohenstein  sowie der Kurator und Publizist Martin Fritz.

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Alfred Brogyányi, der Vorsitzende des Unirates, wollte die Entscheidung für Blimlinger gegenüber dem Standard nicht begründen. Sie sei einstimmig bereits im ersten Wahlgang erfolgt.

Eva Blimlinger studierte Germanistik, Geschichte und Sozialkunde. Seit 1992 arbeitet sie für die Hochschule bzw. die Universität für angewandte Kunst: Zunächst leitete sie das Büro für Öffentlichkeitsarbeit, zuletzt die Abteilung für Projektkoordination und Prozessmanagement. Dazwischen, von 1999 bis 2004, war sie die Forschungskoordinatorin der Historikerkommission. Nebenbei ist sie die stellvertretende Vorsitzende des Kunstrückgabebeirats und die Koordinatorin der Kommission für Provenienzforschung. Diese beiden Tätigkeiten will Blimlinger auch als Rektorin der Akademie fortführen.

Sie konnte bereits beim Hearing mit einem umfassenden Konzept überzeugen. Als Rektorin will sie – analog zur Angewandten – für die Agenden Personal und Finanzen zuständig sein. Sie denke daran, bei der Budgetverteilung längerfristige Planungen vorzunehmen, da doch die Akademie nicht mehr an die Kameralistik, also Einjährigkeit, gebunden ist.

Ähnliches gilt für das Personal: Wenn eine Person an der Akademie unterrichte, sei davon auszugehen, dass deren Lehre gewünscht ist. Es sei daher nicht nachvollziehbar, weshalb die Verträge von Jahr zu Jahr, manchmal von Semester zu Semester verlängert werden.

Eva Blimlinger möchte zwei Vizerektoren oder -rektorinnen berufen: Die eine Person soll für Lehre und Nachwuchsförderung, die andere für Kunst und Forschung zuständig sein. Sie habe, sagte Blimlinger zum Standard, noch keine konkreten Gespräche geführt; sie denke aber daran, einen Posten hausintern zu besetzten und für den zweiten jemanden zu holen.

Den eingeschlagenen Weg will sie fortsetzen, da die Position der Akademie "signifikant, überaus geschärft und international herausragend" sei, so Blimlinger. Allerdings spricht sie sich für ein Nebeneinander der Ansätze aus – und nicht ein Gegeneinander. Die erste große Herausforderung aber wird es sein, die anstehende Generalsanierung zu meistern. Blimlinger, die als sehr durchschlagskräftig gilt, will sogleich ein Facility Management etablieren.

Noch-Wissenschaftsministerin Beatrix Karl und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek waren die ersten Gratulantinnen. (Thomas Trenkler/ DER STANDARD, Printausgabe, 21.4.2011)

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Kommentar posten
13 Postings
23.04.2011 11:01
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Lesen

Wird das auch wieder sowas: http://www.newsgrape.com/a/uni-pro... genlatten/ ????? unbedingt lesen!

21.04.2011 13:57
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gratulation!

21.04.2011 11:51
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???Qualifikation - social skills...???

Kennt jemand der Postenden hier Frau Blimlinger wirklich? Ich finde ihre Berufung äußerst befremdlich und hätte mich über die beiden anderen KandidatInnen mehr gefreut...Schade schade schade, wann gibt es in diesem Lande endlich wieder einmal eine nachvollziehbare, erfreuliche Personalentscheidung?

Oliver Eckert
23.04.2011 09:40
wo sind die kritikpunkte?

herr coco nutzen sie ihre chance doch kritik zu üben. Was haben sie an Frau Blimlinger auszusetzen? welche Punkte sind Ihnen denn negativ an Ihr aufgefallen? wo sehen sie einen mangel an kompetenz? ... nur zu sagen: "die bringt es nicht und die kennt hier eh niemand wirklich" ist etwas wenig und keine Grundlage für eine Auseinandersetzung.

25.04.2011 14:30
Naja,

direkt vom Fach ist sie nicht. "Eva Blimlinger studierte Germanistik, Geschichte und Sozialkunde."
Aber egal.

25.04.2011 12:09
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Warum wird Coco84 als "herr coco" bei Ihrem Posting angesprochen? Interessant, daß Fantasienamen in männlich/weiblich unterteilt werden.

1010001010001010010
21.04.2011 10:19
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sehr super. eine weise entscheidung.

21.04.2011 08:15
Entscheidung korrekt aber ...

bleibt da allen Ernstes und wirklich noch Zeit für die Koordination der Kommission für Provenienzforschung??

down under in vienna
20.04.2011 22:11
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super

gratulation!

20.04.2011 20:38
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die freude ist bis linz zu hören!

20.04.2011 20:13
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SUPER!!!

Endlich eine gute Nachricht über Österreichs Wissenschaftsbereich!
Gratulation an Fr. Blimlinger!

20.04.2011 17:55
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HURRAAA!!!!!!

20.04.2011 17:38
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Gratulation Frau Blimlinger!

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