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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst | ars electronica 
25. Oktober 2007
21:50 MESZ
Preis für Architektur in "Second Life" vergeben
Berliner Virtuelle Wolke setzte sich durch

Essen - Realer Preis für virtuelle Architektur: Tanja Meyle hat den Publikumspreis des ersten Wettbewerbs für virtuelle Architektur-Projekte in der Internetwelt "Second Life" gewonnen. Die Berliner Künstlerin erhielt am Donnerstag in Essen die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung der "Annual Architecture & Design Competition". Sie schuf eine virtuelle Wolke, die ihre Computerfigur wie ein Haus umgibt.

Diese Wolke schaffe eine private Zone, die aber für jeden zugänglich sei, sagte der Initiator des Preises, der Münchner Architekt Stephan Doesinger. Das greife das Wettbewerbsmotto "Goodbye Privacy" perfekt auf. Dabei gehe es um eine neue Definition des Privaten und den freiwilligen Exhibitionismus im Internet.

Für Meyles Werk "Living Cloud" hatten bei einer Online-Abstimmung in den vergangenen eineinhalb Monaten knapp 2.700 Menschen gestimmt. Es setzte sich damit gegen drei weitere nominierte Projekte aus Wien, San Francisco und Melbourne durch. Alle vier Projekte waren im September auf dem Medienkunst-Festival "Ars Electronica" in Linz von einer internationalen Jury unter 126 Bewerbungen ausgewählt worden. (APA/dpa)


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