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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
23. Jänner 2008
22:04 MEZ
Laibach: Neue Oper mit rotem Apfel
Ein Opern- und Shoppingkomplex ensteht in Ljubljana mit privatem Finanzier und österreichischer Ko-Planung

Ljubljana – Die slowenische Hauptstadt Ljubljana erhält ein neues Opernhaus. Einzigartig ist, dass der Kulturbau von einem Privatinvestor entwickelt und finanziert wird. "Natürlich sind wir daran interessiert, mit diesem Projekt Gewinn zu machen", erklärt Jože Anderlic, Generaldirektor der Krainischen Investitionsgesellschaft, "doch das Opernhaus hat großes Potenzial, das ganze Jahr über ausgelastet zu sein."

In erster Linie werde das Opernhaus für Gastspiele genutzt, ein eigenes Ensemble werde es nicht geben. Um das Projekt wirtschaftlich rentabel zu machen, wird es an einen Shopping- und Office-Komplex sowie an ein Luxus-Apartmenthaus angeschlossen. Befürchtet man nicht die Kommerzialisierung der Kultur? Anderlic: "Man darf den modernen Opernbesucher nicht mit dem des 19.Jahrhunderts verwechseln. Die Bedürfnisse haben sich geändert."

Vorausgegangen ist dem Projekt ein internationaler Wettbewerb im Jahre 2004. Der damalige Sieger, das niederländische Büro Neutelings Riedijk, wird den Komplex gemeinsam mit dem österreichischen Ingenieursbüro Vasko+Partner realisieren. "Das Projekt ist sehr komplex und weit mehr als nur eine Oper", so Architekt Willem Jan Neutelings, "dennoch ist der Theatersaal das eigentliche Herzstück des Projekts. Es wird wie ein samtverkleideter, roter Apfel ins Foyer ragen." Baubeginn ist 2009, die Fertigstellung ist für 2012 angepeilt. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 180 Millionen Euro. (Wojciech Czaja / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24.1.2008)


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