In seiner sanften Art war er weniger ein Bildhauer als ein Steinflüsterer: Karl Prantl, einer der bedeutendsten Vertreter seiner Zunft in der österreichischen Gegenwartskunst, ist gestern 86-jährig gestorben. Sein Markenzeichen waren die „Meditationssteine“, Produkte seiner Begegnung mit dem Naturmaterial und seiner „Suche nach der Abstraktion“ – doch als sein Lebenswerk betrachtete der Künstler und Staatspreisträger das von ihm gegründete internationale Bildhauersymposium in St. Margarethen. Karl Prantl wurde am 5. November 1923 im burgenländischen Pöttsching geboren, wo sich bis heute Atelier und Wohnort befanden.
Zu den bekanntesten Werken Prantls zählt der „Nürnberger Kreuzweg“ aus Steinplatten der Aufmarschstraße des NS-Reichsparteitagsgeländes.