| Salzburger Nachrichten am 2. Jänner 2006 - Bereich:
Veranstaltungs-Höhepunkte zum Freud-Jahr 2006
Wie jedes Jubiläumsjahr hat auch das frisch angebrochene Freud-Jahr
2006 vorzeitig begonnen. Seit Oktober 2005 wirft die Ausstellung
"Meisterwerke aus Gugging" im Wiener Sigmund Freud Museum ihre Schatten
ins Neue Jahr (bis 28. Februar). Ein weiteres österreichisches Highlight
der kommenden Freud-Veranstaltungen: die Sonderausstellung "Die Couch. Vom
Denken im Liegen" im Sigmund Freud Museum. "Meisterwerke aus Gugging" präsentiert zum ersten Mal eine Auswahl von
23 Werken der Gugginger Künstler. Bei den Gugginger Künstlern handelt es
sich um Patienten mit psychischen Erkrankungen, die über ein
außergewöhnliches schöpferisches Talent verfügen. Die Künstler gehören
weltweit zu den Klassikern der Art Brut. Geplant ist auch eine Wanderausstellung durch Österreich mit Exponaten
der heimischen "Art Brut-Szene". Der Maler Arnulf Rainer sagte seine
Unterstützung zu. Die große Sonderausstellung "Die Couch. Vom Denken im Liegen" wird vom
Sigmund Freud Museum veranstaltet (5. Mai bis bis 5. November). Im Focus
steht die Couch als Inbegriff von Freuds Theorie und Praxis. Im Herbst füllt die von Inge Scholz-Strasser und Helmut Strutzmann
kuratierte Open-Air Plakatsäulen-Ausstellung "Offene Stadt Wien: Wege zum
Unbewussten" alle 23 Wiener Bezirke. Auf 23 Litfaßsäulen wird Sigmund
Freud präsentiert. "Traumbilder. Freud und das Kino", veranstaltet vom Filmarchiv Austria
und der Sigmund Freud Privatstiftung, bietet im April vier Wochen lang
Spielfilme, Dokumentationen und Kurzfilme rund um das Thema
"Psychoanalyse". Laut Auskunft des Filmarchivs werden Filme von Woody
Allen, Alfred Hitchcock und David Lynch zu sehen sein. Die Volksoper veranstaltet am 5. Mai eine von Christoph
Wagner-Trenkwitz moderierte Soiree "Stimme und Verstummen". Die Homepage
zum Freud-Jahr (http://www.freud-institut.com) soll bis spätestens 4.
Jänner online gehen. |