Er war einer der herausragendsten Vertreter des österreichischen
Fotojournalismus.
Artikeltext: Der österreichische Fotograf Harry Weber ist in der Nacht
auf heute, Dienstag, im Alter von 85 Jahren an den Folgen einer
Herzkrankheit verstorben. Das teilte Webers Witwe laut Kulturabteilung
der Stadt Wien mit.
Der gebürtige Klosterneuburger, der vor den Nazis nach Palästina
geflüchtet und nach dem Krieg nach Wien zurückgekehrt war, war einer
der herausragendsten Vertreter des österreichischen Fotojournalismus.
Als "stern"-Chef-Fotograf für Österreich prägte Weber über viele Jahre
das Genre der Reportagefotografie, als feinfühliger Theaterfotograf für
Musik- und Sprechtheater wurde er bald legendär. 2002 erhielt er den
Großen Österreichischen Staatspreis für Künstlerische Fotografie und
den Berufstitel Professor. Die Bezeichnung Künstler lehnte er für sich
allerdings stets ab.
Mailath-Pokorny tief betroffen
"Harry Weber war einer der ganz Großen der Fotografie, ein Humanist mit
der Kamera", reagierte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ)
tief betroffen auf den Tod des österreichischen Fotografen. "Für Harry
Weber zählte nicht das anonyme Motiv, sondern der Mensch, den er stets
in den Mittelpunkt seines Schaffens gestellt hat. Mit seinen Fotos hat
er immer zutiefst menschliche Geschichten erzählt. Harry Weber hat sich
dabei selbst nie in den Vordergrund gedrängt, sondern blieb bescheiden
und sympathisch".
Harry Weber sei Wien aufs Engste verbunden gewesen. In den letzten
Jahren seines Schaffens habe er seinen fotografischen Blick
ausschließlich darauf gerichtet. "Harry Webers Wien" wird ab Oktober in
einer Ausstellung im neu eröffneten Museum auf Abruf zu sehen sein.
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Quelle: APA