
Möglicher Baubeginn 2009.
Wien.
Das Wien Museum pocht auf eine massive bauliche Erweiterung. Dadurch
sollen zusätzliche Ausstellungsflächen im Umfang von mindestens 1500
Quadratmetern geschaffen werden. Dies sei notwendig, um die "längst
überholte" Dauerausstellung als neu konzipierte und spektakuläre Schau
nach internationalen Standards gestalten zu können, argumentierte
Museumsdirektor Wolfgang Kos am Dienstag.
Derzeit leide das Ausstellungshaus am
Karlsplatz an dramatischer Raumnot, beklagte Kos. Dadurch seien
Vielfalt und Qualität der Sammlung öffentlich kaum sichtbar. Die
momentane Präsentation der Stadtgeschichte sei vor einem halben
Jahrhundert konzipiert worden und entspreche nicht mehr den heutigen
Anforderungen an eine Dauerstellung, hieß es. Durch den Platzmangel
fehlten wesentliche Bereiche des 20. Jahrhunderts: die Weltkriege, die
Zwischenkriegszeit oder die Kreisky-Jahre.
"Der Erfolg der letzten Jahre beruht fast ausschließlich auf
temporären Sonderausstellungen", sagte Kos. Ein Museum müsse aber mehr
sein als eine Ausstellungshalle. Außerdem gelte es nicht mehr,
historisches Material "brav" aneinanderzureihen, sondern in einen
gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Zusammenhang zu stellen.
Als möglichen Baubeginn, dem ein Wettbewerb voran gehen werde,
wünschte sich der Direktor das Jahr 2009, Als realistischen Kostenpunkt
nannte Kos einen Rahmen von 10 bis 20 Millionen Euro.
Mittwoch, 07. November 2007