Wien (APA) - Sehr gut in den Rahmen
des diesjährigen "Ungarischen Jahres", das Russland ausgerufen
hat, passt die große Gemeinschaftsausstellung in der St.
Petersburger Staatlichen Eremitage "Wien, Budapest und St.
Petersburg - zwischen Historismus und Avantgarde 1870 - 1920.
Kunstwerke aus österreichischen, ungarischen und russischen
Museen".
Rund 450 Exponate steuern das
Kunsthistorische Museum (KHM), die Österreichische Galerie
Belvedere, das Wien Museum und das Österreichische
Theatermuseum bei (ab 12. November). Als "kulturpolitisch
wichtiges Ereignis" bezeichnete KHM- Generaldirektor Wilfried
Seipel die Ausstellung, die auf seine Initiative dank guter
Kontakte zur Staatlichen Eremitage zu Stande kam. Die Basis
liefert eine Schau, die 2003 im Wiener Palais Harrach gezeigt
wurde: "Zeit des Aufbruchs. Budapest und Wien zwischen
Historismus und Avantgarde". Damals bezeugten an die 600
Objekte die einstigen intensiven Beziehungen der beiden
Donaumetropolen zueinander. Zu sehen waren Gemälde,
Zeichnungen, historische Kostüme, frühe Fotografien und vieles
mehr aus ungarischen und österreichischen Museen. Die Schau
war nach Wien mit einem etwas anderen Konzept auch in Budapest
zu sehen, wobei der Schwerpunkt auf die österreichische Kunst
gelegt wurde. In wiederum veränderter Form wird die
Ausstellung jetzt in St. Petersburg präsentiert. Den
Ausgangspunkt bildet dabei die Entwicklung der Künste in der
zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts seit dem Historismus. Ein
Schwerpunkt liegt auf Gemälden, die sich mit der Natur
auseinander setzten, wie etwa jene von August von Pettenkofen,
Tina Blau, Emil Jakob Schindler, Eugen Jettel und Theodor von
Hörmann. Der Bogen spannt sich bis zur Avantgarde in der
ungarischen Kunst der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts und
der Wiener Avantgarde in Budapest. Damals neue künstlerische
Ansätze werden in der Schau durch Bilder von Oskar Kokoschka,
Egon Schiele, Albert Paris Gütersloh, Anton Kolig und Max
Oppenheimer präsentiert.
APA 8:26 8.11.2005
|