Klosterneuburg - Die "Architektur der Klosterneuburger Strandbäder und Wochenendkolonien" zeigt eine Ausstellung im 1903 geschaffenen Strombad Kritzendorf. Seit Anfang Mai ist die Sonderschau bereits im Strandbad Klosterneuburg zu sehen.
Seit 2005 haben Studenten der TU Wien die "Weekend-Paradiese" an der Donau erforscht. Ziel der Arbeit war die Rekonstruktion der Entstehungs- und Baugeschichte dieser knapp vor und nach dem Ersten Weltkrieg entstandenen Holzbauten auf Pfählen.
Abgebildet sind die längst nicht mehr vorhandenen Schwimmschiffe und Badeplattformen, auf denen früher das freie Schwimmen im Strom - nach Geschlechtern streng getrennt und im langen Badekostüm - erlernt wurde. Nachvollziehen lässt sich auch die Entwicklung der privaten Badehäuschen - von primitivsten Hütten zu architektonisch-kunsthistorisch höchst bemerkenswerten Strandvillen von der Zwischenkriegszeit bis heute.
Laut Aussendung der Stadtgemeinde Klosterneuburg ist begleitend eine Publikation erschienen. Das Buch, ein Sonderband der Reihe "Klosterneuburg - Geschichte und Kultur", umfasst 192 durchgehend bebilderte Seiten. (APA)