| Salzburger Nachrichten am 6. Mai 2005 - Bereich: kultur
KUNST
Kunsthalle im "Nexus" Nach einer "Kunstpause" meldet sich im Saalfeldener Kunsthaus Nexus die
bildende Kunst wieder verstärkt zurück. Bis 28. Mai ist dort die
Installation "Zenita City" von Zenita Komad zu sehen. Die 1980 in Klagenfurt geborene Künstlerin arbeitet in verschiedenen Medien: Malerei (mit
charakteristischen "Schriftbildern"), Installation, Aktion, Foto, Film
(unter anderem mit Schauspielern wie Ignaz Kirchner und Peter Matic). Aus
der Kombination der Medien sucht sie Neues zu schöpfen. Der Raum wird
dabei zur Bühne ihres Schaffens. Eine wichtige Metapher ist das
Schachspiel. Ein anderes Element sind Passfotos aus Automaten, in die
Zenita Komad umgekehrt auch ihre Bilder einspeist, damit sie dort als
Hintergrund fungieren können. Auch in der Kunsthalle Saalfelden ist ein
solcher Automat für die Dauer der Präsentation ein wichtiges Objekt. Literarische Momente sind für Zenita Komad ein entscheidendes Stimulans. Am 1. September
wird in der Kunsthalle Wien im Rahmen der Ausstellung "Lebt und arbeitet
in Wien" eine Schachoper der Künstlerin uraufgeführt: "Operation
Capablanca." Als "weißer Schachkönig" hat Gert Jonke bei der Eröffnung in
Saalfelden die Erlösungslitanei aus seinem neuen Stück "Die versunkene
Kathedrale" rezitiert. Auch damit zeigte die Kunsthalle in Saalfelden, dass sie "Avantgarde" ernst nimmt
- als Motor und "Vorreiter" einer avancierten neuen Kunst.hb "Zenita City"
von Zenita Komad, Kunsthalle Nexus, Saalfelden, bis 28. Mai. Do., Fr.
17-20 Uhr, Sa. 14-17 Uhr. |