Bis 8. 10.
Von Adam und Eva bis hin zu den modernen Mutanten reicht die Genealogie, mit der sich der in Klagenfurt geborene Maler Walter Melcher (Jg. 1962) in seinen neuesten Arbeiten beschäftigt.
Im Gegensatz zu seinen früheren Arbeiten mutiert der Mensch nunmehr zum Übermittler einer absurden Botschaft: So besteht das Denkmal für den "Homo Politicus (Sapiens)" beispielsweise aus nichts als einem leeren Sockel, und feine Schnurrbarthaare lassen Mozart zur Schmusekatze werden. Mindestens ebenso entwaffnend ist auch seine "Vertreibung aus dem Paradies", die er mittels Rasenmäher darstellt.
In der noch bis Samstag zu sehenden Ausstellung Von Mutanten und anderen Dingen gibt er unter dem Motto "(La Mortadella è Morta) ... Viva la Mortadella" einen Überblick über seine neuesten Arbeiten, die von großformatigen Ölbildern über Holzschnitte bis hin zu Objekten reichen. (cb/ DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5.9.2005)