Ars Electronica
Center
Hauptstraße 2
4040 Linz
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Haben Technologien im Medienbereich gehalten was sie versprachen?
Viele Ursachen für die Veränderung der Welt sind auch in der Entwicklung der Neuen Medien zu suchen. Die Ars Electronica - sie ist heuer ein Vierteljahrhundert alt - will die radikalen technologischen Entwicklungen und ihre zukunftsweisenden Ideen noch einmal Revue passieren lassen. Technologien im Medienbereich sollen dabei hinterfragt werden, ob sie das gehalten haben, was sie vor Jahrzehnten versprochen haben. Darüber hinaus steht die Welt von morgen einmal mehr beim Festival im Mittelpunkt der Diskussion zwischen Wissenschaftern, Medienkünstlern und Computerfreaks.
Technische Fortschritte - gesellschaftliche Entwicklungen: zwischen Abwehr und Enthusiasmus
"Im Rahmen der Ars Electronica wird zu fragen sein, wie sich die Zukunft nicht nur im Medienbereich, sondern genauso in der gesellschaftlichen Entwicklung zeigen wird", sagt Gerfried Stocker vom Ars Electronica Festivaldirektorium. Auch soll gefragt werden, "wie sich unser Umgang mit den neuen Technologien angesichts immer größer werdender Erfahrungen entwickelt." "Oder", und das soll im Rahmen des Festivals Diskussionsstoff sein, "verfallen die Menschen nach wie vor in die gleich bleibenden Verhaltensmuster von Begeisterung oder Abwehr gegenüber neuen technologischen Entwicklungen in der Gesellschaft", so Stocker.
Er verweist darauf, dass sich in den letzten 25 Jahren ein gewaltiges Archiv an Erkenntnissen zur Frage der Entwicklung der Zukunft angesammelt habe. "Reicht diese Sammlung, wie sie bei den theoretischen und künstlerischen Auseinandersetzungen verarbeitet wurden, aus, um daraus eine Entwicklung für die Zukunft ableiten zu können? Haben wir im Rahmen der Ars Electronica Festivals der letzten 25 Jahre gelernt", so Stocker, "uns gegenüber diesen Phänomenen aufgeklärter, emanzipierter und kritischer zu behaupten?"
Medien- und Maschinenszenario, virtuelle Räume, Symposion
Hauptprojekte sind heuer unter anderem im neuen Linzer Kunstmusem Lentos der Auftritt der Linzer Medienkünstler "Times up". Sie werden ein großräumig angelegtes Medien- und Maschinenszenario einrichten, das die Besucher an der Neugestaltung virtueller Räume teilhaben lässt. Klaus Obermaier wird im Linzer Posthof ein neues Tanztheater mit Medienkünstlern erarbeiten, wozu Künstler aus unterschiedlichsten Richtungen zusammen geführt werden. Und auf die Suche nach der Sichtbarmachung von digitalen Informationen wird sich das FAS.research Wien in Zusammenarbeit dem Ars Electronica Center Linz machen. Dazu werden ein Symposion und eine Kunstausstellung eingerichtet.
Im Rückblick auf 25 Jahre Ars Electronica wird eine Ausstellung zur "Digitalen Avantgarde" ein Vierteljahrhundert Festivalgeschehen aufzeigen. Neu in der Konzeption der Ars Electronica ist, dass sie diesmal über das Wochenende vom 2. bis 7. September stattfinden wird, um auch ein breites und interessiertes Publikum ansprechen zu können. (APA)