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| 28.06.2006 - Kultur&Medien / Ausstellung | ||
| Jüngste Kunst: Haus aus Trash | ||
| Was kommt in der Kunst: Die zwei Wiener Kunstuniversitäten erlauben einen Blick gen Morgen. | ||
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Weniger am Hut mit Provokation als bei den
Christus-Darstellungen in der Kunsthalle Krems, und zwar weder mit
politischer noch mit religiöser, haben die Studierenden der Wiener
Universität für angewandte Kunst - so erschien es jedenfalls kürzlich nach
einem internen Rundgang durch die Diplomarbeiten. Ähnliches ist, dem recht
zahmen aktuellen Kunstgeist folgend, wohl auch von den Abschlussarbeiten
der Akademie der bildenden Künste zu erwarten. Je nach Erwartungshaltung wird man sich also mehr oder
weniger beruhigt in den nächsten Tagen durch die Abschluss-Ausstellungen
der beiden wichtigsten Wiener Künstlerschmieden bewegen können. An sich
jedes Jahr der perfekte Termin, um sich einen kleinen Ausblick darauf zu
verschaffen, was Österreich zur zukünftigen Kunstgeschichte einmal
beitragen wird. Ein Angebot, dass sich selbst Bundespräsident Heinz Fischer nicht entgehen lässt - Freitag Früh lässt er sich durch Angewandte-Rektor Gerald Bast durch "The Essence 2006" im oberen Saal des Museums für angewandte Kunst führen. Der Gastkurator, der sich bisher jährlich durch einen
Wust von Studenten-Arbeiten wühlen durfte, wurde heuer mit Edek Bartz
hausintern gefunden: Der Leiter der Wiener Kunstmesse "ViennAfair" ist
gleichzeitig Lehrbeauftragter in Paolo Pivis Klasse für Industrial Design.
Und er stellte das Konzept Diplom-Leistungsschau gleich auf den Kopf.
Erstmals gibt es keine Einzelpräsentationen, gefordert war vielmehr
gruppendidaktisches Teamwork - jede Klasse als Ganzes wird sich als eine
Art Skulptur präsentieren. "Schließlich ist ja nicht jedes Diplom, jedes
Einzelwerk, das die Schule verlässt, bereits ein Meisterwerk", so Bartz.
Rund 20 Gruppenarbeiten sind entstanden - die Klasse von
Erwin Wurm etwa baute ein "Trash-Haus" aus Abfall, die Studenten der
Malerei-Klasse Johanna Kandls für ihre Bilder eine begehbare Schnecke.
Weiters vertreten u. a. die Klassen von Zaha Hadid, Attersee,
Weibel/Fürstner. Bereits gestern eröffnet wurde die im Vergleich recht konventionelle Präsentation von gut 100 Diplomarbeiten der Akademie der bildenden Künste am Schillerplatz - die vergleichbare Jahresausstellung folgt allerdings erst im Herbst. Gast-Kurator: Adam Budak aus dem Kunsthaus Graz. sp
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