26. April 2007

Wiener-Festwochen-Schauspieldirektorin beging Selbstmord

Die 51-Jährige habe sich das Leben genommen, bestätigte das Hamburger Schauspielhaus am Donnerstag.

Artikeltext: Ihr Mann Friedrich Schirmer, Intendant des Hamburger Schauspielhauses, habe seinen Mitarbeitern am Mittwochnachmittag mitgeteilt: "Meine über alles geliebte Frau hat sich heute Morgen nach langer, schwerer, mit großer Tapferkeit ertragener Krankheit entschlossen, von uns zu gehen."

Gusenbauer würdigt Zimmermann

Jürgen Flimm, derzeitiger Intendant der Ruhrtriennale, Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff und Geschäftsführer der Kultur Ruhr GmbH Jürgen Krings reagierten mit Bestürzung auf den Tod: "Wir sind fassungslos und traurig. Mit Marie Zimmermann haben wir eine inspirierende und leidenschaftliche Theatermacherin verloren." Der österreichische Bundeskanzler Alfred Gusenbauer würdigte nach einem Bericht der österreichischen Nachrichtenagentur APA Zimmermanns Einsatz als Schauspieldirektorin der Wiener Festwochen. "In ihrem beruflichen Leben kannte sie kein Scheitern oder war bereit, etwas als undurchführbar hinzunehmen.

Lücke in der Theaterwelt

Ihr Freitod hinterlässt eine große Lücke in der Theaterwelt und eine Leere bei allen, die sie kannten und als Mensch schätzten." Die 1955 in Simmerath bei Aachen geborene Marie Zimmermann war seit 2001 Direktorin des Schauspiels der Wiener Festwochen. Im März 2006 war sie einstimmig vom Aufsichtsrat der Kultur Ruhr GmbH als Nachfolgerin von Ruhrtriennale-Intendant Flimm bestimmt worden. Sie sollte das Amt 2008 antreten. <
Quelle: APA
 
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