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derStandard.at | Newsroom | Kultur | Bildende Kunst 
19. Mai 2009
17:39 MESZ

Galerien der Wiener Innenstadt: An der Hülben, Seilerstätte, Grünangergasse

Link:
www.curatedby.at

 

Die Arbeiten von Karin Sander (Foto) und Ignasi Aballí folgen einer die Raumwahrnehmung befragenden Linie.


Halbe-halbe machen
Nächst St. Stephan, Insam, Krinzinger, Layr Wuestenhagen,

"Inside Job" bezeichnet einen Diebstahl, der mithilfe eines Insiders ausgeführt wird. Auf die gleichnamige, von María Corral und Dan Cameron konzipierte "curated by" -Ausstellungsreihe in den Galerien nächst St. Stephan, Krinzinger, Insam und Layr Wuestenhagen trifft das insofern zu, als dass man mit den Galeristen einen guten Deal gemacht hat.

Ganz so vertrauensselig wie die meisten anderen Wiener Galerien hat man sich in der Seilerstätte und An der Hülben allerdings nicht in fremde Hände begeben. Allein die Galerie nächst St. Stephan präsentiert keine Künstler ihrer Galerie. Ansonsten hat man sich mit jeweils einer eigenen Position abgesichert: Angelika Krinzinger zeigt Hans Op de Beeck, der in der Ausstellung mit existenzialistisch anmutenden Zeichnungen und einem düsteren Animationsfilm vertreten ist. Grita Insam setzte auf die medienanalytischen Installationen von Karina Nimmerfall. Layr Wuestenhagen haben die Hälfte der wertvollen Kunstmesse-Zeit der von ihr seit Längerem vertretenen jungen Künstlergruppe mahony zur Verfügung gestellt. Letzteren wurde der japanische Künstler Koki Tanaka zur Seite gestellt, der sich mit den trashigen Alltagsobjekten zumindest optisch sehr schön an den verhinderten Sauerkraut-Transport mahonys angepasst hat.

Weniger gut gehen dagegen die konzeptuellen Text- und Soundarbeiten des indischen Künstlers Shilpa Gupta mit den symbolschweren Arbeiten Hans Op de Beecksw zusammen. Auch die feinen räumlichen Eingriffe des brasilianischen Künstlers Walterico Caldas haben mit den Anliegen und Absichten Karina Nimmerfalls nicht viel gemein.

Dass es auch kuratorische Überlegungen gab, wird am ehesten in der Galerie nächst St. Stephan deutlich, wo man entlang der Arbeiten von Karin Sander und Ignasi Aballí einer klaren, die Raumwahrnehmung befragenden Linie folgt. (cb, DER STANDARD/Printausgabe, 20.05.2009)

bis 6. 6.

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